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EINLEITUNG
Es ist unmöglich, die Zukunft vorauszusagen, und alle Bemühungen, sie in jeder Einzelheit zu prophezeien, wirken schon nach wenigen Jahren lächerlich. Dieses Buch setzt sich ein realistischeres und doch zugleich anspruchsvolleres Ziel. Es versucht nicht, die Zukunft zu schildern, sondern die Grenzen zu bestimmen, innerhalb deren mögliche «Zukunften» liegen müssen. Betrachten wir die Zeiträume, die sich vor uns erstrecken, als ein noch unvermessenes und unerforschtes Land, dann ist meine Absicht lediglich, die Grenzen dieses Landes aufzunehmen und eine gewisse Vorstellung von seiner Ausdehnung zu gewinnen. Die geographischen Einzelheiten des Landesinneren müssen unbekannt bleiben - bis wir es betreten.
Mit ein paar Ausnahmen beschränke ich mich auf einen einzigen Aspekt der Zukunft: ihre Technik. Von der Gesellschaftsordnung, die sich darauf gründen wird, will ich nicht sprechen. Dies ist keine so schwerwiegende Unterlassung, wie es scheinen mag, derm die Naturwissenschaft wird das Bild der Zukunft noch weit einschneidender formen als heute schon das der Gegenwart. Zudem ist nur in diesem technisch-wissenschaftlichen Bereich eine Voraussage überhaupt möglich. Für das wissenschaftliche Extrapolieren gibt es einige allgemeingültige Gesetze, nicht aber (auch wenn Herr Marx das glaubte) für die Entwicklung von Politik oder Wirtschaft.
Ich denke übrigens - und hoffe es daß künftig Politik und Wirtschaft nicht mehr so wichtig sein werden, wie sie es in der Vergangenheit waren. Die Zeit wird kommen, in der die meisten unserer heutigen Kontroversen über diese Probleme so unerheblich oder sinnlos erscheinen werden wie uns jetzt die theologischen Dispute, in denen die scharfsinnigsten Köpfe des Mittelalters ihre Kraft verschwendeten. Poütik und Wirtschaft haben es mit Macht und Reichtum zu tun, und weder dem einen noch dem anderen
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