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Erich Arendt
DAS FENSTER
Ich löste die Spange am Mantel der Nacht: Nackt glänzte,
Schlangengeäder, die Schulter des Marmors, naxisch. Alte wirrende Wasser! Handloses hob die Welle. Traumhieroglyphe im Sand: Der Vogelfuß. Schweigender Tanz eines Flügelpaars. Schatten. Von ferngesichteter Insel — tausend im Meer — schmal, schwimmend des Spätmonds zitternde Schrift, undeutbar. — Im Schwarz eines Fensters die Doppelbrust, hell, ihr kretischer Leib, stumm die Locken, der Nacken stürz nah:
Es glühte wie Atem die Spange in meiner geschlechtlichen Hand.