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Vorwort
Hilaire Belloc erzählt in seinem Buch The Path to Rome, wie Gott der Allmächtige den heiligen Petrus nach der Welt fragte und wissen wollte, womit die Menschen dort beschäftigt seien; und als Gott erfahren habe, daß alle, die da knieten, sein Lob sängen und ZU ihm beteten, da habe er beschlossen, alles so zu lassen, wie es war. Für mich - wie für alle Katholiken - hat der Vatikan in erster Linie religiöse Bedeutung. Doch so wichtig der Vatikan für den geistigen Fortschritt oder das geistige Überleben der Welt auch ist, so ist er doch auch eine mächtige politische Institution, die in einem winzigen souveränen Staat in Rom wurzelt und von mehreren hundert ergebenen Beamten im Zentrum eines weltumspannenden kirchlichen Netzes verwaltet wird. Instinktiv stelle ich ihn mir in Schichten von Bildern vor, die viel komplizierter sind als die Vorstellung eines simplen Gebetskraftwerks.
Der Vatikan ist unermeßlich reich, nicht gemessen an seinem Kontenstand, sondern am historischen und kulturellen Wert seines Territoriums, seiner Paläste, Kirchen, Denkmäler und Museen. Nach außen präsentiert er sich mit einem beeindruckenden Ring mittelalterlicher Türme und Bastionen, mit Statuen, Kuppeln und Brunnen aus der Renaissance, mit barocken Säulen und Fassaden. Der Petersplatz und die Basilika Sankt Peter, der die ovale Piazza flankierende Papstpalast und die alten Gemäuer strotzen vor seltenen Kostbarkeiten wie verzierte Ränder einer reich illuminierten Handschrift. Innerhalb des belebten Vatikans eröffnen sich frische, unerwartete Perspektiven auf St. Peter und die Stadt Rom, gibt es Parks, Gärten und Villen von überraschender architektonischer und bildhauerischer Phantasie, Kilometer geschäftiger Kor-
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