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I x /der Löwe und der Elefant, so zählt auch der Bär zu den y y großen Herrschern im Tierreich und zugleich zu den Liehlingstieren der Kinder und der Erwachsenen, die jung gebliehen sind. Unsere Kameramänner Alfred G. Milotte, James R.Simon und Tom McHugh haben das Land der Bären aufgesucht, das im Quellgebiet des Yellowstone zwischen den Höhen der Rocky Mountains liegt. Den Bären und seine Nachbarn und Freunde Feinde hat er ja kaum auf die flimmernde Leinwand zu bannen, war das Ziel dieser neuen Entdeckungsreise im Reiche der Natur".Die ernsten und die heiteren, ja zum Teil ausgesprochen komischen Szenen des Films sind nichts anderes ah aufgefangenes Leben. Und der Bär, so großartig er als Hauptdarsteller" wirkt, ist kein Star, sondern ein Schauspieler der Natur".Wir freuen uns, daß die schönsten der zahlreichen Farbfotos nun auch in einem Buch ihren dauerhaften Platz gefunden haben. Die Reihe, die von Die Wüste lebt" und Im Tal der Biber" bis zu den Afrikanischen Löwen" reicht, umfaßt nun schon eine stattliche Zahl von Bänden. Möchte auch der deutsche Leser, der dieses Buch in die Hand nimmt, im Lande der Bären heimisch werden.DAS LAND DER BÄREN\ Y / o sieht man heute noch unberührte Natur ? In wenigen, letzten VT Oasen der Tierwelt, die immer mehr verschwinden, denn der Mensch braucht stets weiteren Raum für sich und seine unheimlich wachsende Nachkommenschaft. Die Umgestaltung der Erdoberfläche durch den technischen Fortschritt ist tiefgreifend und umstürzlerisch. Wir benötigen Platz für Landwirtschaft und Viehzucht, für Straßen- und Städtebau, für Kanäle, Stauseen und Entwässerung.Es gibt nicht mehr viel Raum, wo wilde Tiere ein freies, nicht ständig vom Menschen bedrohtes Leben führen können. Das Yellowstone-Quell-gebiet in den Rocky Mountains ist eines dieser Tierparadiese. Es zeigt wild zerklüftete, äußerst abwechslungsreiche Szenerien: Flüsse und Seen, Schluchten lond Gletscher, Vulkane und Geiser, kahle Felsen und urwüchsige Wälder, ein überwältigendes Panorama. An den Abhängen mächtige Rot- und Douglastannen, auch weitauslassende Gelbkiefern. Unter den dichten Nadelbäumen nur moosgeschmückter oder auch düsterer Waldboden ohne Unterholz. In Lichtungen vielfältige Beerensträucher, Weiden, Erlen und Fichtennachwuchs. Im weichen Waldboden eine verwirrende Fülle von Spuren und Fährten des reichen Wildbestandes. An Feuchtstellen tief eingetretene Wechsel, als ob Kuhherden hier verkehrten. Unzählige Wapitis, viele Hundert Elche, Bisons, Langohrhirsche, Gabelböcke, Dickhornschafe, um nur die größeren Tiere zu nennen. Wölfe, Füchse, Kojoten und andere Räuber sorgen dafür, daß es den Vegetariern nicht zu wohl wird. Von den Ästen der Baumriesen her bedrohen Puma und Luchs die weidenden Herden und das kleinere Getier. Der König dieses Reiches aber ist der Bär.7