Bővebb ismertető
lm Reidi der Mitte
Der kleine Chinesenjunge Ling Fu stand bei seiner GroB-mutter, der Taitai, der Ersten Dame des Hauses Fu. Er hielt einen Elfenbeinfádier in der Hand und wedelte ihr Kühlung zu, denn sie war sehr dick und sdxwitzte selbst an diesem milden Herbsttag. Wáhrend Ling Fu den Fácher hin und her bewegte, starrte er durch die weitoffene Tür des holzgertáfelten Raumes mit dem Bambusgebálk auf den fliesenbelegten Hof, an dem das Haus seiner GroBeltern lag. Er selber wohnte mit seiner Mutter Rot-Jade in einem andern Haus in demselben groBen, von einer Mauer umgebenen Besitz. Gánge und Tore aus rotlackierten Balken verbanden die verschiedenen Wohnungen miteinander.
DrauBen auf dem Hof schien die Sonne. Da war ein Teich, in dem die Goldfische schwammen. Eine kleine Brücke sdiwang sich hinüber, nur zur Zierde, denn man konnte ebenso schnell um den Teich herumgehen. Er war nur klein, es war alles klein und zierlich im Hause Fu, so groB es war. Am zierlichsten waren GroBmutters FüBe. Ebenso zart und schön war ihr Name: Ffirsichblüte. Wáhrend der kleine Chinese, der in eine moderne Schule ging, seiner GroBmutter das Gesicht kühlte, dachte er aufrührerisdi, daB sie eher aussah wie ein reifer Pfirsich, aber davon kam kein Wort über seine Lippen. Ein Chinesenkind ist dazu erzogen, vor dem Altér Ehrfurcht zu habén.
Ling Fu stand klein und schmal neben ihrem riesigen Körper, der in dem elfenbeingesdinitzten Stuhl lehnte und in gelbe Seide gewickelt war. Er selber trug eine enganliegende blaue Baumwolljadce über bauschigen Hősen.
Er sagte: „Verehrungswürdige GroBmutter, darf ich dicb etwas fragen?"
„Frage", sagte die Taitai, und obwohl sie ihren Enkel liebte, regte sich kein Zug in ihrem Gesidit.
„Alte GroBmutter, warum sind deine FüBe so klein, daB sie dich nicht tragen?"
87
7