Bővebb ismertető
An einem schönen Morgen Anfang Mai, den man mit Recht als den Beginn der sensationellen Affäre um die Gwytherin-Reliquien betrachten konnte, hatte sich Bruder Cadfael schon lange vor Sonnenaufgang erhoben, um Kohlsämlinge umzupflanzen. Seine Gedanken galten der Geburt, dem Wachstum und der Fruchtbarkeit und keineswegs irgendwelchen Gräbern und Reliquien und Ermordungen von Heiligen oder Sündern gewöhnlicher Herkunft - fehlbaren Menschen von seiner Sorte. Nichts störte seine Ruhe außer der Notwendigkeit, zur Messe hineingehen zu müssen, zumal die halbe Stunde im Kapitel meistens zehn Minuten länger dauerte als vorgesehen. Es mißfiel ihm, daß er seine Zeit dafür opfern mußte. Viel lieber hätte er sie hier draußen verbracht, bei einer kongenialeren Beschäftigung inmitten seiner Pflanzen, doch er durfte seine Pflichten nicht vernachlässigen. Immerhin hatte er sich offenen Auges für dieses Klosterleben entschieden, und er konnte sich nicht über die Dinge beklagen, die ihm unattraktiv erschienen, da ihm dieses Dasein ansonsten so viel Freude machte und ihm die Befriedigung schenkte, die er auch jetzt fühlte, als er sich aufrichtete und umblickte.Er bezweifelte, daß es im ganzen Königreich einen schöneren Benediktinergarten gab oder einen, in dem noch mehr von den Kräutern wuchsen, die man als Gewürze und Arzneien verwendete. Der Großteil der Obstgärten und Ländereien, die zur Shrewsbury-Abtei von St. Peter und St. Paul gehörten, lag nördlich der Straße, außerhalb der Mönchsenklave. Aber hier, im geschützten Garten innerhalb der Klostermauern, bei den Fischteichen des Abts und dem Bächlein, das die Mühle der Abtei betrieb, herrschte Bruder Cadfael unangefochten. Vor allem das Herbarium war sein Königreich, denn er hatte es in fünfzehnjähriger Arbeit schritt-