Einleitende BemerkungenVor 24 Jahren habe ich diese Schrift unter dem Titel Imagination als Raum der Freiheit. Dialog zwischen Ich und Unbewußtem publiziert. Ich freue mich, sie unter dem neuen Titel Imagination. Zugänge zu inneren Ressourcen finden wieder vorlegen zu können - in großen Teilen überarbeitet und vor allem durch die Aspekte ergänzt, die mir in den letzten zwanzig Jahren wichtig geworden sind.Meine Einstellung zur Imagination in der Jung sehen Schule hat sich seither nur dahingehend verändert, dass ich noch viel...
Einleitende BemerkungenVor 24 Jahren habe ich diese Schrift unter dem Titel Imagination als Raum der Freiheit. Dialog zwischen Ich und Unbewußtem publiziert. Ich freue mich, sie unter dem neuen Titel Imagination. Zugänge zu inneren Ressourcen finden wieder vorlegen zu können - in großen Teilen überarbeitet und vor allem durch die Aspekte ergänzt, die mir in den letzten zwanzig Jahren wichtig geworden sind.Meine Einstellung zur Imagination in der Jung sehen Schule hat sich seither nur dahingehend verändert, dass ich noch viel überzeugter davon bin als damals, dass die Imagination eine ganz natürliche Methode ist, die alle Menschen praktizieren können, und dass sie, wenn sie geschult wird, eine große Ressource in vielen Belangen sein kann. Sie eröflFnet jedem Menschen Wege zu innerer Lebendigkeit, oft auch zum Schöpferischen, und sie ist als eine Methode in der Therapie von großer Hilfe. Die Imagination ermöglicht dem Menschen aber auch, an den Vorstellungen von der Welt und von sich selbst - sie sind ftmdamental wichtig - arbeiten zu können, sie verändern zu können.Schon damals fand ich, dass in den zahlreichen Publikationen zur Imagination der Einfluss von C. G. Jung viel zu wenig beachtet wurde. Unterdessen hegt das sogenannte Rote Buch von G.G. Jung als Faksimile vor. In diesem Buch wird die Entwicklung zur sogenannten Aktiven Imagination hin sichtbar. Jung selber war der Ansicht, dass sich sein wissenschaftliches Werk nach 1912 im Wesentlichen diesen Imaginationen verdankt. Damit wird deutlich, wie fundamental das Imaginieren für Jung war und dass in diesen symbolischen Erfahrungen auch die Grundlagen für wissenschaftliche Theorien gefunden werden können.Menschen können nicht ohne die Vorstellungskraft sein: Unsere Erinnerungen leben davon, unsere Pläne, unsere Gespräche. Imaginieren wir aktiv, nehmen wir aktiv Bezug auf unsere Vorstellungen. So sind wir mit Emotionen, Gefühlen und Kognitionen verbunden - und das macht unsere Lebendigkeit aus, das bewirkt auch Veränderung und Entwicklung in unserem Leben.
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