Bővebb ismertető
EINLEITUNG Der Themenkreis der Immunologie, dieses neuen Sprosses am uralten Baum der biologischen Wissenschaften, hat sich in den vergangenen acht bis neun Jahrzehnten allmáhlich vergröBert. Die Forschungen waren anfangs auf die Klárung mikrobiologischer Fragen gerichtet, und ihre Ergebnisse lassen sich an der verbreiteten Anwendung der Vakzine, der Anatoxine sowie der antitoxischen und antibakteriellen Seren auch in der Praxis ermessen. Schon am Ende des 19. Jahrhunderts bestand aber kein Zweifel mehr darüber, daB die Bildung spezifischer Antikörper auch durch für den Organismus unschadliche Makromoleküle, beispielsweise durch artfremde Serumproteine, ausgelöst werden kann. Anderseits lassen sich die menschlichen und tierischen EiweiBsubstanzen anhand der Prázipitationsmethode unterscheiden, die z. B. in der gerichtlichen Medizin seit fast sechzig Jahren erfolgreich herangezogen wird. Die Entdeckung der Isoantigene ermöglichte zunáchst die Bestimmung der menschlichen und tierischen Blutgruppen und damit komplikationsfreie Blutübertragungen, führte spáter zum Erkennen der Isoimmunisationen wáhrend der Schwangerschaft und leitete neuerdings das Studium der immunologischen Veránderungen nach Gewebstransplantationen ein. Die Feststellung, daB auch die anaphylaktischeti und allergischen Erscheinungen als Ergebnis spezifischer immunologischer Reaktionen zustande kommen, trug dazu bei, die Átiologie einer Reihe von Krankheiten zu kláren. Wáhrend der letzten zwei Dezennien bestátigen immer mehr Angaben, daB zahlreiche Krankheiten mit Prozessen der Autoimmunisation zusammenhángen; in einzelnen Falién von hámolytischen Anámien, Agranulocytosen, Thrombocytopenien, Thyreoiditiden, von Anaemia perniciosa, Addisonseher Krankheit und Lupus erythematodes disseminatus bildet der Organismus Autoantikörper. Die jüngsten Ergebnisse sprechen weiterhin dafür, daB bei Tumorén auch immunologische Faktorén mit im Spiele sind. Mag sich der Bereich der immunologischen Forschungen auch noch so erweitert habén, das Kernstück ist nach wie vor das Studium der Antigen-AntikörperReaktionen. Diese beruhen auf der Bindung der immunologischen Reagenzien und sind auf Grund ihrer Empfindlichkeit und Spezifitát als Methoden zu den feinsten biologischen Verfahren zu zahlen. Die Reaktionen an sich vollziehen sich