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Bilder, geschaffen aus Licht und Farbe
An den ufern der seine
Claude Monet, einer der bekanntesten Maler des Impressionismus, schrieb kurz vor seinem Tod im Jahr 1927 in einem Brief: „Theorien waren mir stets zuwider Ich habe nur das Verdienst, direkt nach der Natur gemalt und versucht zu haben, meine Eindrücke von den flüchtigsten Stimmungen wiederzugeben; ich bin tief betrübt, Veranlassung für einen Namen gegeben zu haben, welcher auf eine Gruppe übertragen wurde, von denen die meisten Mitglieder keine Impressionisten waren." Es gibt tatsächlich keine allgemeingültige Theorie über den Impressionismus und keine Festlegung, wer eigentlich ein Impressionist sei. Auch Pierre-Auguste Renoir sagte über seine Kunst: Jch habe weder Regeln noch Methoden. Jeder kann prüfen, was ich verwende oder mir beim Malen zusehen - er wird sehen, dass ich keine Geheimnisse habe." (Abb. S. 8 und S. 9)
Die Abgrenzungen zu anderen Kunstströmungen sind so verschwommen wie das Wasser der Seine, auf dem sich das Licht bricht, Das ist ein Motiv, das die impressionistischen Maler in Frankreich am Ende des 19. Jahrhunderts wiederholt darstellten, So wie das Licht von der Wasseroberfläche reflektiert wird, so stark wirkte eine kleine Gruppe Maler mit ihren gemeinsamen Ausstellungen, die in den Jahren 1874 bis 1886 stattfanden, auf ihre Umgebung. Sie beeinflussten
nicht nur andere Künstler auf der ganzen Welt, sondern zeigten der bürgerlichen Gesellschaft ihrer Zeit eine neue, moderne Form des Malens und des Sehens. Damit erregten sie so viel Aufruhr, dass sie als Revolutionäre galten und aus dem traditionellen, akademischen Kunstbetrieb weitgehend ausgeschlossen wurden.
Der Begriff „Impressionismus" wurde auf die gesamte Kunstrichtung, die im Frankreich der 1860er Jahre ihren Anfang nahm, übertragen, obwohl, wie Monet sagte, die meisten der so bezeichneten Maler gar keine Impressionisten waren. Monet bedauerte, mit seinem Gemälde Impression - Sonnenaufgang, das auf der ersten gemeinsamen Ausstellung 1874 gezeigt wurde, den Anlass dafür geboten zu haben. Der französische Kunstkritiker Louis Leroy schrieb aufgrund dieses Titels dann sehr abfällig von einer „Ausstellung der Impressionisten Oh, es war ein anstrengender Tag, als ich mich in Gesellschaft des Landschaftsmalers Joseph Vincent, eines Empfängers von Medaillen und Auszeichnungen verschiedener Regierungen, in die erste Ausstellung am Boulevard des Capucines wagte Er dachte, wie überall gute und schlechte - eher schlechte als gute - Malerei zu finden, aber nicht solche Vergehen gegen die großen Meister und die Form." Das Kunstpublikum verhielt sich übrigens ebenso ablehnend. Die Künstler, die sich an dieser Ausstellung beteiligt hatten, übernahmen die ursprünglich negativ gemeinte Bezeichnung schnell für sich,
1850 — Honoré de Balzac, der große französische Romancier, stirbt 1851 — Eröffnung der ersten Weltausstellung In London
1852 — Napoleon III. besteigt den Thron, Beginn des zweiten Kaiserreichs in Frankreich