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ADE PARISEs war an einem Dezember morgen des Jahres 1938. Wir hockten, unser vielleicht fünfundzwanzig Mann, aus allen Nationen zusammengewürfelt, mit unseren Kisten, Bündeln und Koffern auf der Pariser Préfecture. Jeder von uns versuchte, sich die lange Zeit des Wartens auf seine Art zu vertreiben. Man aß ein Wurst- oder Käsebrot, man trank Bier, man trank Wein, da alles Gewünschte uns noch einmal großmütig herbeigeholt wurde.Unsere Henkersmahlzeit", bemerkte zu mir ein junger, hagerer Mensch mit einer schweren Stirnnarbe, der mir gegenüber auf einer Bank Platz genommen hatte und mich, wenn ich zu ihm hinsah, immer etwas sonderbar angrinste.Ich verspürte kein Bedürfnis, mich auf dergleichen Unterhaltungen einzulassen, weil ich mit mir allein genug abzumachen hatte. Ich beobachtete eine Zeitlang die vielen Umarmungen mit den armen Weibern und Liebsten, die sich von ihren in die Verbannung geschickten Männern nicht trennen konnten.Gegen meinen Willen forschte ich wieder bei meinem Gegenüber. Der grinste und bemerkte mit einer bösartigen Belustigung: Das fehlt hier noch, Tränen!"Um von dem deprimierenden Anblick loszukommen, drehte ich mich nach einem der Tische hin, wo mehrere Leute Beilotte spielten. Da aber brüllten sie einander wegen eines falschgespielten Trumpfs an, warfen wutschnaubend und fluchend die Karten hin, um sie jedoch nach einer Weile, noch in Zorn, wieder aufzunehmen. Andere saßen in Trübsinn versunken auf ihren Kisten, oder sie debattierten über die Vorteile drunten in der Provinz, wohin wir transportiert werden sollten und wo vielleicht die Vorurteile gegen uns Emigranten noch nicht so hoch gingen wie in dem uns feindselig gewordenen Paris.