Bővebb ismertető
Der Feldmarschall lag im Sterben. Leibmedikus Villier, Doktor Hufeland und der russische Arzt Malachow standén an seinem Láger. Sie sahen auf den groBen, schweren Körper, der, einst blühend und voll Kraft, jetzt hinfállig und hilflos auf dem breiten deutschen Bett lag. Die Árzte sprachen lateinisch miteinander; sie wuBten nicht, daB der Feldmarschall Latéin verstand. Sein halbgeschlossenes Auge musterte sie streng, doch auch ein wenig spöttisch. Es war gegen neun Uhr abends. Das einzige Fenster des kleinen Zimmers war mit schwerem Tuch verhangen. Vor dem Hause hatte man Stroh aufgeschüttet, damit das Geklapper der Hufe und das Geknarre der Ráder den Sterbenden nicht störe. Auf der StraBe stand, schweigend und schier unbeweglich, eine Menschenmenge. Es waren Bewohner von Bunzlau, der kleinen Stadt in Schlesien, der es beschieden war, die Státte von Kutusows Hinscheiden zu werden. Ein groBer Mann lag im Sterben. Doktor Hufeland, ein Arzt, der schon wahre Wunder vollbracht und den der König von PreuBen nun hierher entsandt hatte, betrachtete aufmerksam den mit vernarbten Wunden bedeckten Kopf des altén Mannes, der tief in den Kissen vergraben lag. Der Arzt verfolgte mit den Augen die Spur jener gráBlichen Verwundung, die Kutusow vor neununddreiBig Jahren empfangen hatte: Eine türkische Kugel war durch die linké Schláfe eingedrungen und hatte den Schádel beim rechten Auge wieder verlassen. Welche Widerstandskraft muBte die Natúr diesem Menschen geschenkt habén! Doktor Hufeland beugte sich vor und besah die Narbe einer anderen, spáter erworbenen Verwundung. Da hatte die Kugel