Bővebb ismertető
VORWORT
Der Verkündigungsdienst ist ein integrierender Bestandteil der Liturgie, dem Orte und der Bedeutung nach. Wenn das mehr und mehr redlich und durchgängig beachtet wird, dann wird auch die »Krisis der Predigt* überwunden. Oft wird die Predigt auch nur dienender, erklärender Teil des liturgischen Geschehens sein. Aber sicher ist sie zusammen mit der eucharistischen Feier selbstwertig, vor allem dann, wenn sie wirklich Frohe Botschaft nach jeder Richtung hin ist. Aus psychologischen und heilspädagogischen Gründen wird man gerne den Wortdienst unter einheitliche Themen oder Themenkreise stellen. Aber auch bei Reihen- und Zyklenpredigten soll die Verbindung zum liturgischen Jahr und zum jeweiligen Tages-Mysterium bleiben. Wie das zu machen wäre, ist bei den vorliegenden »Anregungen« manchmal angedeutet. Diese Vorlagen wollen bewußt nur »Anregungen* sein, d. h. Anstöße, vielleicht Richtungsanzeiger. So bleibt dem einzelnen »Diener am Wort« noch genug freier Raum zur selbständigen Verarbeitung. Das wäre mein Anliegen, überlasteten und manchmal durch die tägliche Mühsal irgendwie »ausgebrannten« Brüdern im Priester- und Predigeramt durch das »Nicht-zu-viel« und »Nicht-zu-wenig« einen echten Dienst zu erweisen. Diese Anregungen kommen aus der Meditation und sind alle in der Praxis erprobt. Im »Anhang« sind einige ausgearbeitete Predigten über die Kernanliegen der christlichen Botschaft und des aktuellen Verkündigungsdienstes dargeboten. Aber auch sie können aufgeteilt und zu Zyklen erweitert werden. Als Grundidee zieht sich durch diese »Anregungen« und durch den »Anhang« die Heilung und Heiligung der Welt durch Jesus Christus, dessen Gaben und Aufgaben an die Berufenen, an die Apostel im Weihe- und Laienpriestertum Einheit, Liebe, Friede sind.
München, am Himmelfahrtstag des Herrn 1962
DER VERFASSER