Bővebb ismertető
Die erste Fassung des Index Psychopharmacorum stammt aus dem Jahre
1963, die folgenden Auflagen datieren von 1966, 1972, 1978 und 1979.
Mit der neuen Auflage zeichnet auch François Wider als dritter Autor.
Gegenüber den vorausgegangenen Ausgaben wurde der Umfang des
neuen Index, was die berücksichtigten Medikamentengruppen bzw. Indi-
kationsbereiche anbetrifft, wesentlich erweitert. Zu den bisherigen 6
Gruppen (diverse psychotrope Substanzen mitgezählt) sind 3 neue hinzu-
gekommen, nämlich die Beta-Rezeptorenblocker- die heute aus der Psy-
chopharmakatherapie nicht mehr wegzudenken sind -, die sogenannten
Bisleptika, welche Eigenschaften der Neuroleptika und der Antidepres-
siva (Thymoleptika) in sich vereinigen, und schließlich die nur ungenau
abgrenzbare Gruppe der Psychostimulantien, verstanden in einem enge-
ren Sinn, z. B. ohne die vorwiegend nur zentral vasodilatatorisch wirken-
den Substanzen. Weggelassen wurden die in neuerer Zeit viel diskutierten
Nootropika, deren Prototyp Piracetam ist. Wohl zeigten diese Substanzen
in zahlreichen Experimenten eine Verbesserung der Lern- und Gedächt-
nisfunktionen, bei der therapeutisch-klinischen Anwendung, über deren
Wert die Meinungen sehr auseinander gehen, ist die Wirkung hingegen
nur schlecht zu differenzieren von derjenigen der üblichen Psychostimu-
lantien. Mit gewissen Ausnahmen wurden auch in der neuen Auflage die
ausschließlich oder vorwiegend nur als Sedativa oder Hypnotika im her-
gebrachten Sinne verwendeten Substanzen nicht berücksichtigt. Wegge-
lassen wurden auch Präparate, die ausschließlich in der Veterinärmedizin
Verwendung finden. Erstmals in dieser Ausgabe werden auch die Kombi-
nationspräparate mit einer oder mehreren psychoaktiven Komponenten
einbezogen. Kombinationen aber, die außer einer psychoaktiven Sub-
stanz nur Zusätze enthalten, die keine spezifische psychotrope Wirkung
entfalten (Vitamine und ähnliches), sind nicht aufgeführt.
Die sechste Auflage des Index hat grundsätzlich den gleichen Aufbau
wie die früheren Ausgaben, indem innerhalb der verschiedenen Medika-
mentengruppen (Hauptgruppen) chemische Gruppen (Untergruppen) ge-
bildet wurden. Dies war bei den neuen Hauptgruppen im Falle der Beta-
Blocker nicht möglich, die Psychostimulantien wurden in zwei chemi-
schen Gruppen angeordnet und unter den Bisleptika figurieren nur zwei
Substanzen. Die chemischen Bezeichnungen wurden einheitlich nach der
WHO ausgerichtet. Der Inhalt des Index hat seit der letzten Auflage sehr
stark zugenommen: die Zahl der Substanzen ist von 156 auf 330 angestie-
gen und die Referenzen haben von rund 1600 auf über 5000 zugenom-
men.
Die im Index gegebenen Informationen wurden durch verschiedene
neue Angaben erweitert. So wurden hinter dem Markennamen jeweils die
betreffende Firma und das Land bzw. die Länder (internationale Landes-
zeichen) angeführt, in welchen das Präparat unter dem entsprechenden