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Ehe die Weißen kamenDie prähistorischen IndianerZwischen den Rippen eines Büffels wurde 1927 in der Nähe von Folsom im amerikanischen Bundesstaat New Mexico ein Gegenstand gefunden, der sorgfältig aus Stein geschliffen worden war. Das Skelett des Tieres gehörte der längst ausgestorbenen Rasse der Großhornbüffel an. Dieser Fund überzeugte die Wissenschaftler endgültig davon, daß es wandernde Jäger der Eisenzeit waren, die ursprünglich Amerika entdeckten. Was wir über die Indianer aus dieser frühen Epoche wissen, mußten wir uns aus solchen Funden erschließen. Eine Zeit, aus der uns keine Zeugnisse in schriftlicher Form vorhegen, nennt man prähistorisch. Manchmal Uest man auch die Bezeichnung vorkoiumbianisch". Sie besagt, daß es sich dabei um Funde handelt, die aus der Zeit vor der Landung von Christoph Kolumbus 1492 in der Neuen Welt stammen. Wer waren diese frühen Indianer? Lebten sie immer in Amerika, oder wo kamen sie her? Wie lebten sie? Was für Werkzeuge kannten sie? Und womit bestritten sie ihren Lebensunterhalt? Das sind die wichtigsten aus einer ganzen Reihe von Fragen, die sich Wissenschaftler und Forscher gestellt haben. Bis heute ist es jedoch nicht gelungen, alle Fragen eindeutig zu beantworten. Oft lassen sich nur Vermutungen aufstellen, bei denen es noch weiterer Beweise bedarf, ehe sie als endgültige Antwort gelten können.Vorige Doppelseite: Szenen aus der indianischen Frühgeschichte vor etwa 11000Jahren: Indianer erlegen Großhornbüffel und Berglöwen, indem sie die Tiere in eine Schlucht stürzen. Links Klippenhäuser im Südwesten der USA aus der Epoche der Anasazi-Pueblo-Kultur.Eine Plastik der Azteken. Sie stellt den Erd- und Vegetationsgott Xipe Totec dar.Wenn wir lesen, daß Forscher und Wissenschaftler einen Gegenstand oder ein Ereignis einer bestimmten Zeit zuordnen, müssen wir uns darüber klar sein, daß es keine hieb- und stichfesten Jahreszahlen gibt. Bei den Angaben handelt es sich um annähernde Schätzungen. Wir dürfen nicht vergessen: Es sind einzelne Knochen, Teile von Waffen, Werkzeugen, Aschenreste, von denen man jeweUs auf die gesamten Lebensumstände der Menschen schließt. Dabei sind Fehler und Irrtümer nicht auszuschKeßen. Wenn Wissenschaftler dennoch versuchen, ein