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Indianer Südamerikas [antikvár]

Jean-Christian Spahni, Rudolf Moser

 
Die präkolumbische EpocheDer LebensraumDie Kordillere der Anden wird zu Recht Rückgrat des südamerikanischen Kontinents genannt. Mit einer Längsausdehnung von rund 9500 Kilometern verläuft das Hochgebirge in nordsüdlicher Richtung fast überall in Sichtweite der Pazifikküste. Erst am Südende, in Feuerland, wendet sie sich nach Osten, um auf der Höhe des San-Diego-Kaps im Atlantik unterzutauchen. Im Norden, in Kolumbien, fächern sich die drei Hauptketten zu Mittelamerika und zur Karibik hin auf, wobei Ausläufer der Sierra Nevada de...
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Die präkolumbische EpocheDer LebensraumDie Kordillere der Anden wird zu Recht Rückgrat des südamerikanischen Kontinents genannt. Mit einer Längsausdehnung von rund 9500 Kilometern verläuft das Hochgebirge in nordsüdlicher Richtung fast überall in Sichtweite der Pazifikküste. Erst am Südende, in Feuerland, wendet sie sich nach Osten, um auf der Höhe des San-Diego-Kaps im Atlantik unterzutauchen. Im Norden, in Kolumbien, fächern sich die drei Hauptketten zu Mittelamerika und zur Karibik hin auf, wobei Ausläufer der Sierra Nevada de Merida bei Barquisimato in Venezuela fast den Atlantik erreichen.An Mächtigkeit wird dieses längste Hochgebirge der Welt nur vom Himalaja übertroffen. Der Aconcagua, mit 6959 Metern der höchste Andengipfel, erhebt sich auf der Grenze zwischen Chile und Argentinien. Der zweithöchste Gipfel, der lUimani mit 6882 Metern, befindet sich südöstlich der bolivianischen Hauptstadt La Paz. Weitere Bergriesen sind der Huascarän (6768 m) in der peruanischen Cordillera Central sowie - in Ecuador - der Chimborazo (6272 m) und der höchste tätige Vulkan der Welt, der Cotopaxi (5897 m).Die Anden sind ein recht junges Gebirge. Die Auffaltung des ältesten zentralen Abschnitts setzte jedoch vor der alpidischen Faltung in der ausgehenden Jura- und in der Kreidezeit ein, während die tektonische Heraushebung des jungen kolum-bischen Abschnitts vom Tertiär bis ins Pleistozän (Eiszeitalter) erfolgte und bis heute anhält. Die eiszeitliche Vergletscherung der Anden war bedeutend geringer als jene anderer Hochgebirge, doch haben sich vor allem in den Südanden einige beeindruckende Gletscher erhalten. Die Anden ver-laufen entlang dem pazifischen Feuergürtel, wo die Pazifische Platte unter die südamerikanische Kontinentalmasse getaucht ist. Dieses Ringen tektonischer Urkräfte ist für den starken Vulkanismus und die häufigen Erdbeben dieser Region verantwortlich.In Kolumbien gliedern sich die Anden vom Knoten von Pasto an der ecuadorianischen Grenze aus in die drei Ketten Sierra Occidental, Central und Oriental auf Zwischen den beiden letzteren fliesst der längste Strom des Landes, der Rio Magdalena, nach Norden, parallel dazu verläuft westlich das Caucatal.In Ecuador gliedert sich das Gebirge in die Sierra Occidental und die Sierra Oriental, die durch mehrere kleinere Höhenzüge, die Nudos, in der innerandinen Senke verbunden sind. Diese ist so in eine Folge von Beckenlandschaften, die Cuen-cas und Hoyas, gegliedert, die im Norden zum Amazonas, im Süden zum Pazifik entwässern. Ihre Ränder säumen etwa dreissig noch tätige oder erloschene Vulkane.In Peru weitet sich das Hochgebirge. Von Ecuador bis zum Titicacasee streichen die beiden Hauptketten in nordwest-südöstlicher Richtung. Nördlich von Lima trennt das Huaylastal die Cordillera Occidental in die westliche Cordillera Negra und die höhere, vergletscherte Cordillera Bianca. Östlich davon liegen die mächtigen Längstäler des Maraflön und des Huallaga sowie jenseits der Cordillera Oriental dasjenige des Rio Ucayali, der drei peruanischen QueUflüsse des Amazonenstroms. Der Maraflön entspringt etwa zweihundert Kilometer nördlich von Lima, in der Sierra de Raura, der Ucayali mit seinen Armen Apim-mac und Urubamba unweit des Titicacasees.10

Termékadatok

Cím: Indianer Südamerikas [antikvár]
Szerző: Jean-Christian Spahni Rudolf Moser
Kiadó: Silva-Verlag
Kötés: Fűzött kemény papírkötés
Méret: 210 mm x 300 mm
Jean-Christian Spahni művei
Rudolf Moser művei
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