Bővebb ismertető
Der Holle Verlag bat mich, eine Geschichte der Indisdien Kunst zu VORWORT schreiben, und ich bin dieser Aufforderung mit Freuden nachgekommen. Wenn man sich ein Leben lang mit der Erforschung dieses Wissensgebietes beschäftigt hat — als Bibliothekar, Kurator, Universitätsprofessor und Direktor eines der führenden Museen des Landes —, ein Viertel) ahr-hundert unter Indern gelebt und die Kunstdenkmäler Indiens an Ort und Stelle besucht hat, drängt es einen, all seine Erfahrungen und Entdeckungen in einem zusammenhängenden und ausgewogenen Werk zusammenzufassen.
Obwohl Hindu-Religion und Hindu-Philosophie mir viel bedeuten, kann ich der romantischen Theorie eines einseitig mystischen Indien und einer aussdiließlich religiösen indischen Kunst nicht zustimmen. Die indische Kunst erscheint mir zu reich, zu mannigfaltig, um diese Vereinfachung zuzulassen, die außerdem von allen ernsthaften indischen Gelehrten aufgegeben worden ist. Statt dessen habe ich versucht darzustellen, wie sich die Ausdrucksformen der Kunst aus ihren natürlichen und historischen Grundlagen entwickelt haben, und gleichzeitig den Wandel dieser Ausdrucksformen in den versdiiedenen Jahrhunderten und Landesteilen herauszuarbeiten. Ich habe mich dabei bemüht, der Vergangenheit wie der Gegenwart, der buddhistischen, der hinduistischen wie der islamischen Kunst gleichermaßen gerecht zu werden und jede von ihren Voraussetzungen her zu verstehen. Zwar habe ich die islamische und buddhistische Kunst etwas weniger eingehend behandelt und mich mit der Kunst Groß-Indiens nur in ihrer Beziehung zum eigentlichen Indien befaßt, weil sowohl der islamischen und der buddhistischen wie der Kunst Hinterindiens und Indonesiens jeweils zwei gesonderte Bände im Rahmen der K U N S T D E R W E LT gewidmet werden. Mit Rücksicht auf den beschränkten Textraum war es auch nicht möglich, meine Auffassungen jeweils ausführlidi zu begründen, aber ich hoffe, meinen Kollegen genügend Anhaltspunkte gegeben zu haben, nach denen sie meine Behauptungen nachprüfen können.
In der Transkription der Namen habe ich mich nach der in den meisten englischen Büchern über indische Geschichte und Kunst üblichen Schreibweise gerichtet. Für viele Ortsnamen habe ich die moderne amtliche Orthographie übernommen (Mathurä, Tiruchiräpalli, Madurai, usw.); bei den Namen alter Dynastien, Personen oder Orte schwankt die Schreibweise in den Inschriften usw. so erheblich, daß unsere üblich gewordene Schreibung mehr auf einer internationalen Übereinkunft als auf geschichtlichen Tatsachen beruht.
Besonderen Dank möchte ich Herrn V. L. Devkar, M. Sc., meinem Nach-