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Jugendlicher OptimismusEs ist nun sechzehn Jahre her. Wenn ich heute alles überdenke, kann idi mich nur wundern. Weniger über mich selbst als über die Direktoren der Puch-Werke, die einem Jüngling ein Motorrad und eine Stange Geld in die Hand drückten vielleicht auf Nimmerwiedersehen .Denn das Ziel war weit und der Erfolg sehr ungewiß. Es galt, auf den Spuren Alexanders des Großen, auf der legendären Heerstraße der Zehntausend", das ferne Wunderland Indien zu erreichen.Welch begeisternde Aufgabe für einen jungen Menschen in den Jahren des Sturmes und des Dranges!In den Jahren 1901/02 hatte Sven Hedin den Landweg nach Indien" neu entdeckt. Auf dem Rücken von Kamelen war er durch die Wüsten des geheimnisvollen Asiens gezogen.Jetzt sollte erstmalig mit einem modernen Verkehrsmittel diese Strecke von dreizehntausend Kilometern bezwungen werden.Das war im Jahre 1933.Kurz vorher war ich von Kufstein nach Wien gekommen, um Verkehrs- und Wirtschaftsgeographie zu studieren. In der Zweimillionenstadt kannte ich keinen Menschen, der mir hätte helfen können, meine Reisepläne zu verwirklidien oder auch nur an maßgebender Stelle vorzubringen. Idi besaß weder Beziehungen nodi Protektion. An Geld hatte ich soviel, daß es gelegentlidi zu einem Ausflug auf die Rax reichte; aber bei den Kosten der geplanten Indien-Expedition handelte es sich um eine fünfstellige Zahl.