Bővebb ismertető
Es ist sicher ein Wagnis, in einer Zeit der kollektiven Arbeit, des kaum noch zu überschaubaren Informationszuwachses in jedem Fachgebiet, der Füllé an wesentlichen und unwesentlichen Veröffentlichungen wissenschaftlicher Arbeiten usw., ein solches Buch alléin zu schreiben. Wáre der Inhalt der vorliegenden Monographie die Übergabe von Ergebnissen der Forschung an die Öffentlichkeit oder bestünde die Absicht andere zu lehren, so müBte ein „Alleingang" als verfehlt gelten und dürfte kaum zu verantworten sein. Mein Anliegen ist ein anderes. In der kollektiven Beratung der Árzte verschiedener Fachdisziplinen zu den Fragen der onkologischen Therapie nimmt der Onkoradiologe oder Strahlentherapeut - wie man ihn auch nennen mag - einen wesentlichen Platz ein. Ebenso gebührt ihm eine entscheidende Stimme im Kollektív zur Feinplanung der Strahlentherapie im Gesprách mit dem Strahlenphysiker, der medizinisch-technischen Assistentin, der Schwester usw. In der „Einleitung" folgen beispielhaft 6 Gruppén von Persönlichkeiten, die in ihrem Ausbildungsweg oder in ihrem Alltag Teilgebiete des Findens von Entscheidungen des Strahlentherapeuten benötigen. Es ist mein Anliegen, an Hand der Ausführungen zur speziellen Onkoradiologie zu zeigen, welche Faktorén die von einem Strahlentherapeuten geforderten Entscheidungen beeinflussen und schlieBlicb bestimmen und prágen. Sie muBten in jedem einzelnen Kapitel in ihrer Wertigkeit herausgestellt werden. Das gelingt einem einzelnen leichter, als einer Gruppé von Detailbearbeitern. Ich habe deshalb den morphologischen, strahlentlierapeutischen, klinischen und progncstischen Fragen einen breiten Raum zugestanden. Nur die Kenntnis dieser Komplexe ermöglicht ihr EinflieBen in die geforderte Beratung bzw. Entscheidung. Dagegen wurden bewuBt ausgesprochen technisch-physikalische Probleme zurückgestellt. Hier spielen örtliche Voraussetzungen und gegebene Arbeitsbedingungen entscheidende Rollen. Sie kommen nur soweit zu Wort, wie sie im Rahmen des allgemeinen Verstándnisses und der Erkenntnisbildung im Gesprách mit den Partnern anderer Fachdisziplinen unumgánglich sind. Das Anliegen dieser Monographie besteht darin, standig wiederkehrende GesetzmáBigkeiten so in das jeweils geforderte Finden einer Entscheidung einflieBen zu lassen, daB verantwortungsbewuBte Aussagen und ein optimales Handeln resultieren. Da aber die Medizin keine „MaBschneiderei" ist, wie mein ehemaliger Chef und Lehrer der Strahlentherapie, Prof. Dr. med. habil. W. Oelssner zu sagen pflegt, möchten die Ausführungen in dieser Monographie auch sich widersprechenden Stimmen die Möglichkeit geben, Gehör zu finden. Es ist daher durchaus vorstellbar, daB die im Detail aufgeführten Prágungsfaktoren in einzelnen