Bővebb ismertető
VorwortJeder Kunstinteressierte und Kunstliebhaber, der sich über den europäischen Raum hinaus umgesehen hat, denkt, wenn der Name Ajantä fällt, sofort an die weltberühmten Wandmalereien; das Stichwort Elürä aber führt ihm zuerst den Kailäsanätha-Tempel vor Augen, jenes Wunderwerk indischer Felsarchitektur, das von der Spitze des Tempelturms bis zu den unteren Friesen seiner Basis als Monolith aus dem stehenden Fels geschlagen worden ist.Doch in Ajantä gibt es nicht nur die Wandmalerei, die durch zahlreiche, ofl: ausgezeichnet illustrierte Bildbände weltweit bekannt geworden ist, und es gibt in Elürä nicht nur den Kailäsanätha-Tempel. Die Fülle der Bauformen in beiden Orten und ihr historischer Wandel, der Reichtum der Plastik und der Reiz der Ornamentik aber sind bis auf wenige Ausnahmen außerhalb Indiens so gut wie unbekannt. Man muß schon an Ort und Stelle sein, um die Vielfalt und die künstlerische Qualität indischen Kunstschaffens vom 5. bis zum S.Jahrhundert kennen und würdigen zu lernen.Der vorliegende Band stellt sich als Aufgabe, den Leser, der nicht umgehend nach Indien fahren kann, in das Wesen und die künstlerischen Probleme der Kunstschulen von Ajaptä und Elürä einzuführen. Dabei stehen nicht die Gemälde, sondern die Plastik, das Ornament und die Bauformen der kaum veröffentlichten Höhlenbauten in Text und Bild im Vordergrund.Die Kunstdenkmäler von Ajantä und Elürä sind schwer zu fotografieren, da das Tageslicht nur sehr spärlich durch winzige Öffnungen ins Innere der Höhlen dringt. Allein durch eine aufwendige Elek-tronenblitztechnik war es möglich, bisher verbor-gene Details sichtbar zu machen. Das fehlende Licht ist wohl auch einer der Gründe, warum viele interessante und wichtige Motive bisher nicht als Foto veröffentlicht worden sind und in diesem Band erstmals der Öffentlichkeit vorgelegt werden können.Der Bildautor Günter Neriich ist ein langjähriger Indienkenner, der auf zahlreichen Indienreisen und während eines sechsjährigen Aufenthalts in Indien die wichtigsten indischen Kunststätten und mehrfach auch die Höhlen von Ajantä und Elürä besucht hat. Er hat dabei mit sicherem Blick für das nicht Alltägliche Motive aufgenommen, die bisher so gut wie unbekannt geblieben sind.Aus der Fülle der Vorlagen wurden hier schöne und charakteristische Beispiele ausgewählt, neben berühmten Meisterwerken, die in jeder Kunstgeschichte gewürdigt werden, vorwiegend Höhlen und Bildwerke, die man bisher nur am Ort selbst auf sich wirken lassen konnte. Günter Neriich hat bei der Durchforschung der Höhlen auch Motive und die Ornamentik aufgenommen, die bisher von der Forschung unbeachtet geblieben sind. Dank dieser Aufnahmen ist es jetzt möglich, hier eine neue, sicher fundierte Datierung für die einzelnen Höhlengruppen von Ajantä und Elürä vorzulegen. Dafür sei ihm an dieser Stelle gedankt.Unser Dank gilt weiterhin Herrn Prof. Dr. Klaus Fischer, Bonn; Herrn Dr. James C. Harle, Oxford; Herrn Heinz Kucharski, Leipzig; Herrn Dr. George Michell, London; Frau Professor Dr.Gritli v.Mit-terwallner, München; Herrn Prof. Dr. Heinz Mode, Halle; Herrn Dr. V. R. Nambiar, American Institute of Indian Studies, Benares; Frau Dr. Maria Schetelich, Leipzig; Herrn Prof. Dr. Dieter Schling-