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Am Fließband
Ford, Köln
»Für Angestellte oder für Lohnempfänger?« fragt das Fräulein vom Personalbüro am Telefon.
Ich bin nicht der einzige, der sich am nächsten Morgen bei Ford bewirbt. In dem modern möblierten Raum sind alle fünfzig Plätze besetzt. Ein paar Männer lehnen an den Wänden. Die meisten Italiener, Griechen und Türken sind ärmlich angezo-gen.
Über der Tür zum Personalbüro hängt ein Schild, worauf in drei Sprachen steht: »Nur nach Aufforderung durch den Lautsprecher eintreten!«
Ich habe einen Fragebogen ausgefüllt und in den Schlitz an der Wand geworfen. Meine »Personalien«, »bisherige Ausbildung«, ob ich »Schulden« habe, »Pfändungen in Sicht« und ob ich »vorbestraft« bin?
Der Lautsprecher ruft meinen Namen auf: »Kommen Sie bitte herein.«
Der Herr im Personalbüro begreift nicht, daß ich unbedingt ans Fließband will. Er bietet mir einen Schreibposten in der Betriebsprüfung an und telefoniert schon mit der zuständigen Stelle. Er ist gekränkt, als ich entschieden abwinke. Ich sage ihm: »Ich hab den ganzen Bürokram satt. Möchte von unten anfangen wie mein verstorbener Vater, der auch am Band gearbeitet hat.« Er läßt nicht nach: »Sie wissen nicht, was Ihnen bevorsteht! Das Band hat's in sich! Und wollen Sie auf das Geld verzichten, das Sie im Büro mehr verdienen? Außerdem sind am Band fast nur noch ausländische Arbeiter beschäftigt.« Dieses »nur ausländische Arbeiter« klingt wie »zweitklassige Menschen«.
Als er einsieht, daß er mich nicht überzeugen kann, entläßt er
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