Bővebb ismertető
Hämatologische Erkrankungen
Erkrankungen des erythropoetischen Systems
Allgemeine Vorbemerkungen
Die normale Erythrozytenzahl beträgt bei Männern SOOOOOO/mm^ ± 700 000 und bei Frauen 4 500 000/mm3 ± 500 000. Der Lebenszyklus des Erythrozyten dauert 120 Tage und kann durch Markierung der roten Blutkörperchen mit Radiochrom verfolgt werden. Gemessen wird die Halbwertszeit des Radiochroms (T/2 "Cr), die normal 26 Tage beträgt. V120 der gesamten Erythrozytenmasse muß täglich ersetzt werden: das sind 40 000 bis 50 000 Zellen/mmVTag oder 8—lOVoo der Gesamtzahl. Dieser Wert wird durch die periphere Retikulozytenzahl erfaßt. Sie ist der beste Gradmesser der Knochenmarksaktivität.
Die Erythrozyten enthalten als wesentlichen Bestandteil das Hämoglobin. Als Normwerte gelten für Männer 16 ± 2 und für Frauen 14 ± 2 g/100 ml Blut. Das durchschnittliche Gesamtvolumen (Hämatokrit) beträgt bei Männern 47®/o und bei Frauen 42%. Aus der Gesamtzellzahl, dem Hämoglobinwert und dem Hämatokrit lassen sich folgende Meßwerte für den Einzelerythrozyten ableiten: Hb-Gehalt, mittlere Hb-Konzentration und mittleres Zellvolumen (s. Abb. 1).
Das normale Zellvolumen beträgt 87 ± 5 n®.
Der Erythrozyt ist eine annähernd runde und flache bikonkave Scheibe mit einem Durchmesser von 7—8 |x und einer Dicke von 2 [x (Normozyt). Durch die Ausmessung von 100 Einzelerythrozyten erhält man eine charakteristische Erythrozytenverteilungskurve (PRiCE-JoNES-Kurve), die mit-telgipflig (Normozytose), linksgipflig (Mikrozytose) und rechtsgipflig (Makrozytose) sein kann.
Neben dem Verhalten der Absolutwerte geben morphologische Veränderungen der Erythrozyten sowie Unterschiede im färberischen Verhalten diagnostische Hinweise (s. Tab. 1).
Krankheitsbilder, die mit einer Verminderung der Erythrozyten und des Hämoglobins einhergehen, werden als Anämien, und Zustände die von einer Vermehrung roter Blutzellen und des Blutfarbstoffs begleitet sind, als Polyglobulien bezeichnet.
1 Scheltler, Innere Medizin, Bd. II 1