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In Anbetracht der tiefgreifenden Wirkung, die ein paar, von einer verrufenen alten Irin gebrummelten Worte auf das Leben von Hero Athena HoIHs haben sollten, das einzige Kind von Barclay HoUis aus Boston, Massachusetts, wäre es interessant zu wissen, in welchem Umfang, wenn überhaupt, vorgeburtliche Einflüsse Charakter und Gesinnung bestimmten.
Unverkennbar hatte die Vererbung die Hand im Spiel; Heros Mutter nämlich, Harriet Crayne Hollis, hatte sich von jeher mit glühendem Eifer für die Sache der Wohltätigkeit eingesetzt. Ein Faktum, das Barclay, unversehens von einem klassischen Profil und einem Paar himmelblauer Augen gefangen, voll bewußt gewesen war, als er um ihre Hand angehalten hatte, auch wenn er es damals lediglich als ein Zeichen eines auf liebenswerte Weise mitfühlenden und wahrhaft weiblichen Wesens und als Beweis dafür gesehen hatte, daß Harriets Schönheit beileibe nicht nur äußerlich war. Er hatte jedoch nicht damit gerechnet, sich mit einer Frau verheiratet zu sehen, die von ihm erwartete, daß er ihren Enthusiasmus für gute Werke teilte. Kaum nämlich waren die Flitterwochen vorbei, mußte er entdecken, daß seine junge Frau, nicht zufrieden damit, ihren Namen auf zahlreiche Subskriptionshsten zu setzen, es geradezu für ihre Pflicht hielt, Ämter in allen möglichen Vereinen und Ausschüssen zu übernehmen, Flugschriften abzufassen und zu verteilen, in denen gegen Ungerechtigkeiten protestiert und auf Reformen gedrungen wurde, und schließlich auch mit entschiedener Tatkraft gegen solche Übelstände wie den Ausschank von Alkohol, Kinderarbeit, Prostitution und Sklaverei zu Felde zu ziehen. Insbesondere gegen die Sklaverei Barclay, ein bequemhcher Mensch, der gern seine Ruhe hatte und sich am liebsten mit seinen Pferden, dem Schachspiel und den Klassikern befaßte, hatte selbst nie einen Drang verspürt, die Welt und das Wohl der um ihn herum Lebenden zu verbessern. Er befand, seine Harriet treibe die Dinge zu weit. Selbstverständlich mußte jeder denkende Mensch zugeben, daß es hier auf dieser Welt Grausamkeit, Unterdrückung und Ungerechtigkeit im Übermaß gab und schon immer gegeben hatte. Daß Harriet sich das alles mit solcher Leidenschaft zu Herzen nahm und sogar ein persönliches Problem daraus machte, war sowohl unnötig, als auch ganz und gar