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Ali A. Mazrui - Internationale Politik September 1996 [antikvár]
 
Afrika - der verlorene Kontinent?Die Zukunft bleibt mit Unsicherheiten behaftetvon Franz AnsprengerES ist notwendig, Afrika im Auge zu behalten. Europa kann (zwecks Abwehr äußerer Gefahr) keine Chinesische Mauer" quer durch das Mittelmeer bauen, und Afrika wird keine Ulbricht-Mauer errichten, um seine Not für sich zu behalten. Afrika wird uns auch nicht den Gefallen tun, mit seinen Millionen Menschen, die angeblich für die globale Kapitalverwertung überflüssig sind, im Ozean zu versinken. Es wird also weitergehen mit Afrika - irgendwie;...
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Afrika - der verlorene Kontinent?Die Zukunft bleibt mit Unsicherheiten behaftetvon Franz AnsprengerES ist notwendig, Afrika im Auge zu behalten. Europa kann (zwecks Abwehr äußerer Gefahr) keine Chinesische Mauer" quer durch das Mittelmeer bauen, und Afrika wird keine Ulbricht-Mauer errichten, um seine Not für sich zu behalten. Afrika wird uns auch nicht den Gefallen tun, mit seinen Millionen Menschen, die angeblich für die globale Kapitalverwertung überflüssig sind, im Ozean zu versinken. Es wird also weitergehen mit Afrika - irgendwie; das Unwort ist hier am Platze, denn sichere Daten zur Zukunft des Kontinents sind Mangelware.Dies beginnt bei den Millionen Menschen. Für das Jahr 2000 schätzte ein 1972 veröffentlichtes A/n'fca-VtJiie-mecum Afrikas Bevölkerung auf 818 Milhonen Menschen, 12 Prozent der Weltbevölkerung. Im aktuellen Bericht des Bevölkerungsfonds der Vereinten Nationen (UNFPA) von 1996 schlagen wir nach, daß Afrika jetzt wirklich 748,1 Millionen Menschen zähle. Die Fruchtbarkeitsrate für den Zeitraum 1995-2000 wird im Jahresdurchschnitt auf 5,35 (Westeuropa 1,52) geschätzt und die Wachs-Prof. Dr. Franz Ansprenger, Professor em. an der Freien Universität Berlin.tumsrate der Bevölkerung auf nur" 2,7% (Westeuropa 0,2). Diese Differenz ist die Folge der hohen Säuglingssterblichkeit von 85 auf 1000 Geborene (Westeuropa: 6). Für das Jahr 2025 rechnet UNFPA mit knapp 1,5 Milliarden Afrikanern, also etwa gleich vielen Menschen wie in China oder Indien; Nigeria allein hätte dann eine größere Bevölkerung als die Vereinigten Staaten. Der Bamberger Professor Josef Schmid kommentiert: Das Fazit aus jahrelangen Erfahrungen mit Vorausschätzungen und Projektionen lautet, daß Zweifel an ihnen nicht mehr angebracht sind."'Ein alter Einwand lautet, daß die Abhilfe" ä la Malthus (Kriege, Seuchen und Hungersnöte) in der Vergangenheit Wirkung gezeigt habe, wenn auch auf schreckliche Weise. Dem ist zu entgegnen, daß eine Wachstumsdynamik vom Ausmaß Afrikas und Bevölkerungsvolumina vom Ausmaß Asiens sich von geschichtlich verbürgten Korrekturen ä la Malthus in dieser Zeit nicht mehr beeindrucken lassen. Bürgerkriege, Massaker und Seuchen wie AIDS dezimieren einen Kontinent mh einer Geburtenzahl pro Frau zwischen sieben und zehn Kindern nur regional und auch nur vorübergehend: Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) schätzt die AIDS-Toten in Afrika bis9/1996INTERNATIONALE POLITIK

Termékadatok

Cím: Internationale Politik September 1996 [antikvár]
Szerző: Ali A. Mazrui , Franz Ansprenger Winrich Kühne
Kiadó: Verlag für Internationale Politik GmbH
Kötés: Ragasztott papírkötés
Méret: 160 mm x 240 mm
Ali A. Mazrui művei
Franz Ansprenger művei
Winrich Kühne művei
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