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ZU DIESEM HEFT/ABOUT THIS EDITION Nur wenige Personalentscheidungen erregen weltweit eine ähnliche Aufmerksamkeit wie die Wahl des Präsidenten der Vereinigten Staaten. Dies aus gutem Grund, denn die Konzeptionen und Diskurse des Inhabers des höchsten Amtes der letzten verbliebenen Weltmacht, die nach wie vor die stärkste Militär- und Wirtschaftsmacht ist, haben vielerlei Konsequenzen fiir die Dynamik der internationalen Politik. Angesichts der weitreichenden Konsequenzen der us-Präsidentenwahlen für andere Weltregionen, bemerkte...
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ZU DIESEM HEFT/ABOUT THIS EDITION Nur wenige Personalentscheidungen erregen weltweit eine ähnliche Aufmerksamkeit wie die Wahl des Präsidenten der Vereinigten Staaten. Dies aus gutem Grund, denn die Konzeptionen und Diskurse des Inhabers des höchsten Amtes der letzten verbliebenen Weltmacht, die nach wie vor die stärkste Militär- und Wirtschaftsmacht ist, haben vielerlei Konsequenzen fiir die Dynamik der internationalen Politik. Angesichts der weitreichenden Konsequenzen der us-Präsidentenwahlen für andere Weltregionen, bemerkte kürzlich ein lateinamerikanischer Kommentator, sei es eigendich weder demokratisch noch gerecht, dass an dieser Wahl nur us-Bürger, nicht aber die von der us-Politik Betroffenen außerhalb der usa teilnehmen dürften. Zwar können Personen Strukturtrends nur verkörpern und mehr oder minder stark beeinflussen, nicht aber sie umkehren oder sich über sie hinwegsetzen. Trotzdem wird gerade bei den Präsidentenwahlen des lahres 2008 besonders intensiv über die Handlungsspielräume des nächsten Amtsinhabers und die Positionen der aussichtsreichen Kandidaten zu wichtigen internationalen Problemen diskutiert und spekuliert. Mit den anstehenden Wahlen endet nämlich nach acht lahren nicht nur definitiv die Ära Bush, sondern es wird allenthalben ein Paradigmenwechsel in der auswärtigen Politik erwartet, erhofft oder ersehnt. In ihrer Anfangsphase orientierte sich die Bush-Regierung an der Maxime, sich möglichst wenig in die inneren Angelegenheiten anderer Länder einzumischen, und im Wahlkampf hatte Bush gar »Demut« in der Außenpolitik als Kontrast zum Clinton'schen Interventionismus propagiert. Man solle nicht glauben, so damals der Kandidat, Militärinterventionen könnten eine Strategie ersetzen. Nach den Anschlägen des 11. September 2001 nahm die Bush-Regierung wesentliche Modifikationen an den Grundlinien der außenpolitischen Strategie vor, die in der Nationalen Sicherheitsstrategie von 2002 und 2006 kodifiziert wurden. Dort schrieben die Strategen der Administration die Reduzierung der Bedeutung dauerhafter Bündnisse und internationaler Institutionen für

Termékadatok

Cím: Internationale Politik und Gesellschaft 1/2008 [antikvár]
Szerző: Daniel Drezner , Dirk Schmittchen , Holger Stritzel , Mary Martin , Stefan Laszlo Stephan Klecha
Kiadó: Friedrich-Ebert-Stiftung
Kötés: Ragasztott papírkötés
Méret: 130 mm x 190 mm
Daniel Drezner művei
Dirk Schmittchen művei
Holger Stritzel művei
Mary Martin művei
Stefan Laszlo művei
Stephan Klecha művei
Bolti készlet  
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