Bővebb ismertető
Die grüne Insel am Westrand Europas ist ein Land der Kontraste und eines der wenigen Reiseziele in Europa, das heute noch Urlaubsabenteuer und Entdeckungsfahrten abseits vom Massentourismus verspricht. In Irland verbindet sich für den interessierten Reisenden in einzigartiger Weise das Erlebnis vielfältiger Naturschönheiten mit Begegnungen mit der Kunst und Kultur. Hier ist ein Buch, das solche Erlebnisse vertiefen hilft — unterwegs und in der Erinnerung zu Hause.
Kunst und Kultur Irlands
Die Steinzeit
Die Funde der Archäologen zeigen, daß die Insel im Mesolithikum, ungefähr 6000 V. Chr., erstmals von Menschen betreten wurde. Es waren Jäger und Fischer, die, aus Schottland kommend, mit fellbespannten Booten an der Nordküste landeten und in der folgenden Zeit nach Süden und Westen, bis in die Gegend der heutigen Städte Newry und Dublin, zogen. Die Rodung selbst blieb der nächsten Einwanderungswelle 3000 Jahre später vorbehalten. Diesmal konnten Bauernvölker mit Steinwerkzeugen den Boden nutzbar machen. Von dieser Epoche an bis heute kann man von einer fortwährenden Urbarmachung sprechen, die aber auch dazu führte, daß Irland jetzt das waldärmste Land Europas ist; der Anteil der Wälder beträgt nur noch iVo der Bodenfläche.
Die Bauern lebten in Hütten, deren Mauern ohne Bindemittel aus fest aufeinander geschichteten Steinen gebaut wurden. Die Dächer bestanden aus Stroh und Moos, später ebenfalls aus Stein. Reste dieser Mauern finden sich vor allem in der Gegend um den Lough Gur (Limerick).
Kammergräber
Imposanter als die Häuser der Lebenden waren die Gräber, die ein überaus genaues Bild vom Können des damaligen Menschen vermitteln. Die Megalithgräber (megalithisch = aus großen Steinen) verdanken ihren Namen den wuchtigen Steinblöcken, die zum Bau verwendet wurden; es ist eine Sammelbezeichnung für mehrere Arten von Gräbern. Die einfachste und älteste Form sind die aus dem Neolithikum stammenden Ganggräber (Abb. 2) mit einer oder mehreren Kammern. Ein Gang aus Orthostaten, großen, aufrechtstehenden und mit einfachen Ornamenten verzierten Blöcken, über die Erde aufgeschüttet wurde, führt zu einer zentralen Grabkammer. In der Kammer fanden sich Reste von Grabbeigaben, die man, wie die Gräber selbst, durch die Radiokarbonmethode auf 3000 bis 2500 v. Chr. datieren konnte. Bei Formen aus jüngerer Zeit, wie etwa den Boyne-Tal-Gräbern Newgrange und Dowth, wird die Zentralkammer von mehreren, meist drei kleineren Kammern umgeben, die den Gräbern einen kreuzförmigen Grundriß verleihen. In diesen kleinen Bestattungskammern finden sidi