Bővebb ismertető
Der Islam als Geistesbewegung nimmt einen hervorragenden Platz in der Menschheitsgeschichte ein. Sein Ursprung geht bis auf das altarabischs Heidentum zurück. Auch kommt den Lehren von Moses und Jesus für seine Entstehung besondere Bedeutung zu. Muhammed als letzter der groBen Propheten Iáik sich mit seiner Lehre ohne diese Vorstufen nicht begreifen. Áhnlich verhielt es sich mit der Kunstrichtung, die in frühislamischer Zeit aufkam und sich verháltnismáíiig schnell über einen Teil der Erde verbreitete. Mit dem Siegeszug der muslimischen Heere hatte sich unter Muhammed und seinen Nachfolgern, den Kalifen, ein neues Weltreich gebildet. In der ersten Hálfte des 8. Jahrhunderts, rund ioo Jahre nach dem Tode des Propheten, er.streckte sich der islamische Staat von Spanien und Nordafrika bis nach Indien und Turkestan. Mit ihm traten die Araber die Erbschaft des sasamidischen Iran und zu einem Teil auch des oströmischen Reiches an. Die gcwonncncn Gebiete wiesen eigene Kulturen auf, deren Grund einerseits die Antiké mit dem Hellenismus, andererseits die Völker des Niltales und des altén Orients gelegt hatten. Hier gab es eine Menge kundiger Handwerker, von denen die meisten zunáchst noch den christlichen, jüdischen O'der zoroastrischen Lehren anhingen. Schon früh wurden die Araber von dem Zauber der sie umgebenden Kulturen gefesselt. Sie brachten auBer dem in deutlicher arabischer Sprache herabgesandten" Korán und einer gewissen Vorliebe für Poesie und Musik nichts damit zu Vergleichendes aus ihrer Heimat mit. Auch standén die Kalifen und ihre Statthalter durch die in der Folgezeit vermehrten Übertritte zum Islam vor der Lösung bedeutender Bauaufgaben. Neben der Gewinnung von Betsálen tauchte der Wunsch nach reprásentativen SchloBbauten auf. Im arabischen Mutterland mit seinen vorwiegend nomadischen Bewohnern hatte eine ins Gewicht fallende Baukunst nur zu bestimmten Zeiten im Norden und Süden der groBen Halbinsel geblüht, Die Omayaden übernahmen zur Durchführung -ihrer Bauvorhaben das System der Leiturgie. Sie zogen geeignete Handwerker und die erforderlichen Materialien oft aus dem ganzen Reiche zusammen. Unter den kunstfertigen Meistern dieser frühen Zeit befanden sich Griechen, Koptén, Syrer, Iraner und andere. Sie alle mufitcn -ihre Fáhigkeiten in den Dienst der in Arabien geborenen neuen Weltanschauung stellen. Ihr zufolge existiert alléin nur Allah, alles übnige ist vergánglich. Er ist der wahre Schöpfer", Hervorbringer" und Gestalter". Die Aufgabe des stets dem Handwerk verbundenen Künstlers bestand darin, natürliche Eindrücke mit Hilfe der Phantasie in ornamentale Formen zu übertragen. Diese Grundhaltung Iáik sich früh in der omayadischen Architektur nachweisen. Zunáchst verwandelte man Kirchen und Tempel, zum Beispiel durch das Einziehen von nach Mekka gerichteten Wánden, in Betháuser des