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VORBEMERKUNGDie Sehnsucht nach Kunstwerken höchsten Ranges und zeitloser Geltung ist elementar. Sie bricht gerade dann durch, wenn alle äußeren Umstände der' stillen Betrachtung ungünstig zu sein scheinen. Zu keiner Zeit entbehrt man die Museen so, als dann, wenn sie geschlossen sind.Einer der Orte, wo sich die Geister Europas gefunden haben und wieder finden werden, ist: zu Füßen der großen Kunstwerke. Eine kleine Auswahl von Meisterbeschreibungen italienischer Meisterwerke vereinigt dieses Buch. Es ergänzt die 1940 in der gleichen Sammlung erschienenen, von mir herausgegebenen Deutschen Kunstwerke, beschrieben von deutschen Dichtern.Wieder sind mannigfache Arten von Bildbeschreibungen vertreten: vom Aphorismus bis zum Aufsatz, von intimen, brieflichen Äußerungen bis zu repräsentativen Veröffentlichungen. Verschiedener Herkunft wie die Beschreibungen sind auch ihre Verfasser: Dichter stehen neben Malern, sogenannte Dilettanten neben Fachleuten der Kunst, Archäologen wechseln mit Kunsthistorikern und Philosophen. Aus meisterlichen Beschreibungen hebt sich die Gestalt der italienischen Kunst in Farbe und Fülle, Hoheit und Anmut - nicht als Forschungsergebnis, sondern als Bild in der Phantasie der Kulturnationen.Halle a. d. S., Herbst 1941Wilhelm Waetzoldt