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Bildhauer Ivan Meätroviö steht in der ersten Hälfte dieses Jahrhunderts im Mittelpunkt des kroatischen und jugoslawischen Kunstgeschehens, seine Werke Ml aber stellen einen bedeutenden Beitrag der allweltlißy chen Kultur dar.
Die anregenden Quellen im Meätrovics Schaffen liegen in den Strömmungen der bildenden Künste zum Ende des vergangenen und zu Beginn dieses Jahrhunderts - im pariser Expressionismus und in der Wiener Sezession - in den Skulpturen antischer Völker am Mittelmeer, besonders in der grieschischen Kunst der klassischen Eopche, in den renaissancen Skulpturen des Michelangelo, zugleich aber auch in der Tradition seines eigenen Volkes, in seinen Epen und Freiheitskämpfen, in den Werken mittelalterlicher dalmatinischer Bildhauer, - von Radovan aus Trogir, Buvina aus Split, bis zum Juraj Dalmatinac aus Sibenik. Von allen Eingebungen jedoch, wies der Meister meistens auf die wesentlichsten, die seiner karstigen Heimat im Dalmatinischen Bergland, dem Schauplatz eines tausendjährigen Siedeins und Ringens seines Volkes. Diese antäussche Verbundenheit mit seiner Heimat begleitete ihn das ganze Leben hindurch, bis zu seinem letzten Werk. Ohne dies zu vissen würde man die Deutungen der meisten seiner Werke nicht verstehen können. Sein Lebenslauf began wie jener des Giotto: als Schafhirt im Gebirge Svilaja, schnitzte er verschiedene Gegenstände und Figuren ins Holz, etwas später dann in weiches Gestein. So wurde er enteckt und ihm zugleich die Möglichkeit geboten, durch Schulungen sein Naturtalent zu entwickeln. Die Familie Meätroviö-Gabriloviö stammt aus Bosnien, von wo aus sie, nach den Kämpfen mit den Türken 1626, in das Dorf Otavice in Petrovo polje (Petrsufeld) bei Drni§, zusiedelte. Die Armut seiner Eltern, die ausser Ivan noch fünf Kinder hatten, zwang sie jedes Jahr, in den nördlichen, getredereichen Gebieten, an den Erntearbeiten ihren kargen Lohn zu verdienen. Auf solch einer Reise, im Ort Vropolje, erblickte der zukünftige Bildhauer am 15. August 1983 die Welt.