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VorwortEs war an einem Sommernachmittag in Schloß Elmau. Wir hatten diskutiert, über Gott und die Welt, Krieg und Frieden, Ost und West, Jazz und Beethovens Neunte. Wir hatten uns etwas\ müdgerede\, die Pausen waren größer geworden, und schließlich war das Gespräch ganz verebbt, so daß nun von draußen der Gesang der Amsel zum offenen Fenster hereindrang, als wollte er uns sagen, daß alles Reden vor der Stimme der Natur nicht bestehen könnte. Wirßihlten, wir waren mit unserem Disput zu Ende, aber wirßihlten auch, daß wir alle nicht so recht zufrieden waren mit dieser Schlußfermate. Etwas Unerlöstes, Ungelöstes ließ uns nach einem erlösenden Schlußakkord verlangen. Da richtete einer der Anwesenden an eine kleine Frau die Frage: Ich höre, Sie haben Bücher geschrieben, Romane, wollen Sie uns nicht etwas lesen? Etwas ganz Kleines nur, aber wissen Sie, so etwas, das wie ein Mozartsches Andante uns den Frieden wiedergibt, aber um des Himmels willen nichts von Ost und West, nichts von Vergewaltigung, Krieg und Pestilenz, etwas Kleines, Liebes, Schönes Die kleine Frau - es war Else Hueck-Dehio - ließ sich nicht lange bitten. Sie las. Und ich höre noch heut, wie sie uns den Titel der Erzählung ankündigte, Taft zum Kragen, den ich mir nun nur noch auf baltisch ausgesprochen denken kann Mir war, als läge in dieser Ankündigung, in diesen drei Worten das zarte Gewebe vor mir ausgebreitet, so na-