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Einführung
Chiara Lubich und die Entstehung des »Werkes Mariens«
Als gegen Ende des zweiten Weltkrieges der Glaube und der Lebensmut in vielen Christen erschüttert waren, ging von einer Gruppe junger Mädchen um die junge Philosophiestudentin und Lehrerin Chiara Lubicii eine starke Hoffnung aus, die sich zuerst in Trient, dann in ganz Italien und schließlich in vielen Ländern der Erde ausbreitete. Diese Mädchen entdeckten die gesellschaftliche Dimension des Evangeliums neu und stellten sie in den Mittelpunkt ihres Lebens und Denkens. So erschien ihnen ihr eigenes Leben und die Welt mit ihren Problemen und Möglichkeiten in einem neuen Licht. Darum sind die hier vorgelegten Texte aus den Schriften von Chiara Lubich - das soll schon im voraus gesagt werden - für ein individualistisches Verständnis des Christentums schwer zugänglich. Das Verstehen dieses Buches erfordert für den, der gewohnt ist, die Begegnung mit Gott und das religiöse Leben überhaupt vom rein persönlichen Bereich her zu sehen und zu leben, eine Umstellung, ein Sicheinlassen auf die Sehweise und den Blickwinkel der Autorin, die von einer tiefen Erfahrung der Einheit, einer Erfahrung der Kirche, bestimmt sind. Diese Erfahrung steht allen offen, die in die gleiche Dimension eintreten wollen. Sie hat im zwischenmenschlichen Bereich ähnliche Wirkungen wie sie Ignatius von Loyola und andere geistliche Lehrer als Unterscheidungsmerkmale für das Wirken des Heihgen Geistes in der Seele des einzelnen Menschen nennen: Freiheit des Geistes, Friede, Freude, innere Ruhe und Festigkeit.
Darum sind die persönlichen Erfahrungen, die Chiara Lubich
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