Bővebb ismertető
Ich zog mit Jágern umher, ohne selbst einer zu sein. Ihre Passión war mir ursprünglich fremd gewesen, und ihr Tun manchmal auf meine Ablehnung gestoBen. Aber dann durchstreifte ich mit ihnen bei Sonnenschein und Regen, bei Nebel und hohem Schnee Wálder und Felder, Sümpfe und Berge. Wir verbrachten Stunden auf Hochsitzen und in Verstecken am Boden, durchwachten Náchte und verschliefen Tage in einfachsten Unterkünften. Ich zog mit Jágern umher und wurde einer von ihnen. Ich lernte begreifen, daB sie an die Stelle der natürlichen Regulatoren des Wilds in unseren dicht besiedelten Breiten getreten sind und so auch die mit biologischer Verantwortung beladene Rolle des Hegers übernommen habén. Dies nötigt sie nicht selten, Unbequemlichkeiten oder gar Entbehrungen auf sich zu nehmen. Ich zog mit Jágern umher und bin heute wie sie erregt, wenn die erstrebte Beute náherkommt und damit der Augenblick, da sich Mensch und Wildtier gegenüberstehen. Meine Waffe ist jedoch nicht das Jagdgewehr, sondern der Fotoapparat, und das Wild, auf das ich abdrücke, sinkt nicht zu Boden, sondern erwacht in meinen Bildern zu neuem Leben. Ein notwendiges Wort noch an meine Leser in der Deutschen Demokratischen Republik: Die weidmánnischen Eindrücke, die im folgenden vermittelt werden, wurden in tschechoslowakischen Revieren gewonnen. Wir begegnen Haar- und Federwild, das entweder auf dem Boden der DDR nicht mehr existiert (Braunbár) oder im Bestand so zurückgegangen ist, daB es ganzjáhrig unter Schutz gestellt wurde (Auer- und Birkwild). Auch wird Rot- und Schwarzwild dort meist anders bejagt als bei uns. Letzlich scheint ein Hinweis darauf angebracht, daB das gechilderte jagdliche Brauchtum nicht mehr in jedem Falle neueren Erkenntnissen wildbiologischer, besonders fortpflanzungsbiologischer Forschung entspricht.