Bővebb ismertető
Das Postdampfschiff König von ItaUen aus Palermo, das die Sizilianer in einer Mischung aus Gewohnheit, Trägheit und Ehrerbietung gegenüber dem Bourbonenkönig, der diesen Dienst eingerichtet hatte, dickköpfig weiterhin France-schiello nannten, legte zu Silvester des Jahres 1880 Schlag zwei Uhr mittags im Hafen von Vigäta an.Während die Passagiere aus dem Laderaum in einem unglaublichen Wirrwarr von Rufen, Grußworten, Tränen, Obstkörben, Kartoffelsäcken, Tongefäßen, Brotkörben, an den Beinen gebündelten Hühnern und Salzbrocken von den heftig schaukelnden Holzflößen, die sich dem Schiff rasch von beiden Seiten genähert hatten, an Land stürzten, schickten sich die vier Fahrgäste der Kabinen an, eine zwar vornehmere, aber noch heftiger schaukelnde Jakobsleiter hinunterzusteigen. Kapitän Cumella verabschiedete sie ehrerbietig und hielt dabei seine Taschenuhr in der Hand, um zu bedeuten, daß er und sein Schiff - gleich ob das Meer spiegelglatt war oder wie ein wildes Tier tobte - stets pünktlich seien.Die Passagiere, die das Brückendeck verließen, waren im einzelnen: der Leiter des Postamts von Vigäta, Carlo Cola-janni, aus Trapani heimkehrend, wo er mit väterlicher und unerschöpflicher Hingabe seiner einzigen Tochter Sera-fina, die schon zum achten Mal niedergekommen war, unter die Arme gegriffen hatte; Frau Clelia Tumminella, eine Dame von bemerkenswerter Schönheit, jedoch befallen von einem mysteriösen Leiden, weshalb sie alle zwei Monate zur dringenden Behandlung nach Castellammare fahren mußte. Böse Zungen behaupteten, daß die eigentliche Therapie aus dem Wurzelextrakt bestehe, den ein gutgebauter Cousin in dieser Gegend ihr jedesmal bereitwillig verab-