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Prolog Hoffentlich", sagtc Paul Kámmerer, ist es unser letzter Abend auf dieser Seite des Zauns!" Wenn nicht", antwortete Bauer Brockmüller, kommen fűr uns noch ein paar Záune dazu. Und Mauern. Und Wáchter. Aber wir werden es schaffen! Um halb zehn sind wir drüben." Er wischte seiner Frau einen Ölfleck von der Stirn. Dann drückte er Tilmann, Paul Kámmerers sechzehnjáhrigem Sohn, einen Schraubenschlüssel in die Hand und sagte: Prüf noch mai die Muttern an den Seitenwánden! Sie müssen fest angezogen sein." Der Junge machte sich ans Werk, und unterdessen begutachteten die drei Erwachsenen ein letztes Mai den zum Fluchtfahrzeug umgerüsteten Máhdrescher, an dem sie wochenlang, fast immer nachts, gearbeitet hatten. Das sieben Meter lange und acht Tonnen schwere Gefáhrt hatte einen neuen Motor bekommen, auBerdem hinten und an den Seiten zusátzliche Schutzwánde und ganz vorn, vor der Fahrerkabine, eine zwei Zentimeter dicke stáhlerne Frontmaske, die den Grenzzaun niederwalzen sollte. Auch hatten sie den Korntank ein Stück versetzt, um Platz zu schaffen flir die drei Nischen, in denen sich Brockmüllers Frau und die Kámmerers wáhrend der Flucht in den Westen verstecken würden. Sie hatten bis zur Erschöpfung gefrást, geschweiBt und genietet, um ihr Fahrzeug am Tag X fertig zu habén, stets darauf bedacht, daB die Veránderungen nicht zu auffállig waren. Die weit nach untén gezogenen Seitenwánde des Máhdreschers - so hofften sie - würden die Mánner auf dem Wachturm nicht beachten. Die Materialbeschaffimg war von langer Hand in die Wege geleitet worden. Die 260 PS starke Maschine - die alte hatte nur 180 PS gehabt - stammte aus dem tschechischen Kolin. Sie war schwarz über die Grenze in die DDR gekommen. Und die groBen Montageplatten hatte Brockmüller, wenn auch mit bezahlter Hilfe, weil er sie alléin nicht transportieren konnte, in einem Eisenbahnausbesserungswerk gestohlen. Dem Fluchtversuch sollte zur Táuschung der Wáchter eine Scheinaktion vorausgehen, námlich die wegen der Hitze des Tages auf den