Bővebb ismertető
IIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIII^^
DIE DEUTSCHE WERKBUNDAUSSTELLUNG KÖLN 1914
DIE Deutsche Werkbund »Ausstellung Köln 1914 ist als eines der ersten Opfer des Krieges gefallen, kaum vollendet, ehe sie sich hat auswirken können. Wie so mancher vorzeitig Abberufene, dessen Gedächtnis wir heute mit Wehmut nachsinnen, hinterläßt sie uns beides, die Hoffnungen und die Sorgen, mit denen wir ihr kurzes Leben begleitet haben. Was an ihr unvollkommen gewesen ist, lag auf der Hand und ist — oft über Gebühr — gerügt worden. Hätte sie länger dagestanden, so wären viele starke Züge heller ans Licht getreten und manche Widersprüche hätten sich gemildert. So jäh ist ihr Ende gewesen, daß nicht einmal in zulänglichen Bildern alles das hat festgehalten werden können, was der bleibenden Er« innerung wert gewesen wäre. In den letzten Tagen vor Kriegsausbruch waren Beauftragte des Deutschen Werkbundes in der Ausstellung tätig, um eine würdige Veröffentlichung vorzubereiten,- drei von ihnen zogen un» mittelbar aus den Beratungen ins Feld. Auch die Geschäftsleitung der Aus» Stellung beabsichtigte, in einem umfassenden Werk über die organisatorische Arbeit und ihre Ergebnisse zu berichten. Der Krieg hat durch so viele Pläne seinen Strich gemacht. In der heutigen Zeitlage muß der Werkbund sich da» mit bescheiden, als sein Jahrbuch für 1915 eine enge Auswahl von Aufnahmen zu vereinigen, von denen er einige noch selber hat herstellen können, die Mehrzahl aber freundlicher Bereitwilligkeit verdankt.
Die Ausstellung von 1914 ist die erste größere gemeinsame Unternehmung der Werkbundsmitglieder gewesen. Die Vereinigung von Künstlern, Hand» werkern, Industriellen, Kaufleuten und Kunstfreunden, die sich im Herbst 1907 zusammenschloß, sah ihre nächste Aufgabe darin, den Willen zu ge» diegener und geschmackvoller Werkarbeit über die Kreise hinaus zu verbreiten, die bis dahin der engeren kunstgewerblichen Propaganda zugänglich gewesen waren. Sie nahm die volkswirtschaftlichen und sozialen Interessen unserer Zeit zu Hilfe und hat, diesen frischen Wind in ihren Segeln, fruchtbares Neu» land erobert, vor allem die großen Organisationen des deutschen Wirtschafts»
(ahrbudi IV
1