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Horst Appuhn - Jahrbuch des Museums für Kunst und Gewerbe Hamburg 1984 [antikvár]

Jahrbuch des Museums für Kunst und Gewerbe Hamburg 1984 [antikvár]

Horst Appuhn, Konrad Schauenburg, Verena Kessel

 
25 JAHRE WIRKEN FÜR DAS MUSEUM FÜR KUNST UND GEWERBE HAMBURG -ROSE HEMPEL ZUM 27. MÄRZ 1985 Im Sommer 1985 geht Frau Dr. Rose Hempel, Haupt-kustodin am Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg, in den Ruhestand. Nicht nur alle ihre unmittelbaren Fachkollegen, mit denen sie über Jahrzehnte ein stets ungetrübtes Verhältnis verband, sondern auch viele Freunde und Sammler ostasiatischer Kunst erfüllt dies mit Bedauern. Doch steht zu hoffen und zu erwarten, daß damit der Brunnen ihrer wissenschaftlichen Tätigkeit keineswegs versiegen...
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25 JAHRE WIRKEN FÜR DAS MUSEUM FÜR KUNST UND GEWERBE HAMBURG -ROSE HEMPEL ZUM 27. MÄRZ 1985 Im Sommer 1985 geht Frau Dr. Rose Hempel, Haupt-kustodin am Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg, in den Ruhestand. Nicht nur alle ihre unmittelbaren Fachkollegen, mit denen sie über Jahrzehnte ein stets ungetrübtes Verhältnis verband, sondern auch viele Freunde und Sammler ostasiatischer Kunst erfüllt dies mit Bedauern. Doch steht zu hoffen und zu erwarten, daß damit der Brunnen ihrer wissenschaftlichen Tätigkeit keineswegs versiegen wird, wenn man von ihrem jüngsten Opus aus schließen darf, einer wohifun-dierten kunst- und kulturgeschichtlichen Studie über die Heian-Periode in Japan. Als eine der wirklich großen Japanologen dieser Welt warten auf sie noch wichtige wissenschaftliche Aufgaben. Allein die Fertigstellung des Bestandskataloges der kostbaren Sammlung japanischer Holzschnitte im Besitz des Museums für Kunst und Gewerbe wird ihre Kräfte noch eine Zeitlang beanspruchen. Frau Hempel hat es sich in ihrer Laufbahn nie leicht gemacht, keine ihrer Arbeiten trägt Züge von Flüchtigkeit, alles ist im Urteil wohl abgewogen und abgestimmt. Stets ist sie den Dingen, mit denen sie sich beschäftigte, auf den Grund gegangen. Schon die Dissertationsschrift, welche die 1920 in Dresden geborene Studentin bei Otto Kümmel, dem Altmeister ostasiatischer Kunstgeschichte in Deutschland, 1944 in Berlin eingereicht hat, greift ein schwieriges und für die damalige Zeit ganz ungewöhnliches Thema auf: »Sechsunddreißig Shikishi aus dem Besitz der Staatlichen Museen Berlin - Ein Beitrag zum Koetsu-Sötatsu-Problem«. Kaum jemand hatte sich bis dahin im Westen mit dem so unzugänglichen Feld japanischer Kalligraphie auseinandergesetzt. Erst zwei Jahrzehnte später hat sich die japanische Spezialwissenschaft dann wieder eingehend mit dem von Rose Hempel behandelten Thema beschäftigt und das Berliner Koetsu-Album, einen der Schätze des dortigen Museums, in einer seinem Rang entsprechenden Weise behandelt. Nach ihrer Promotion arbeitete sie zwei Jahre lang als Assistentin bei dem Japanologen Prof. Schaarschmidt an der Berliner Universität und als Hilfskraft an der Abteilung für Ostasiatische Kunst der Staatlichen Museen Berlin unter dem verehrten Lehrer Otto Kümmel. 1946 bis 1950 war sie am Museum für Völkerkunde in Dresden tätig, siedelte dann nach Westdeutschland über, um zunächst unter Werner Speiser zwischen 1951 und 1959 als Kustodin am Museum für Ostasiatische Kunst der Stadt Köln und seit dem i. September 1959 - von Erich Meyer geholt - als wissenschaftliche Angestellte am Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg zu wirken. Schon im folgenden Jahr wurde sie zur Kustodin ernannt, 1966 zur Hauptkustodin, verantwortlich für die Kunst Chinas, Japans und Indiens, dazu auch für die sich rasch erweiternde Islamische Sammlung. An beiden bundesrepublikanischen Museen hat sie durch ihre Erwerbungen von wichtigen Kunstwerken Maßstäbe gesetzt. Die von ihr 1956 für Köln in Japan gekauften kleinen Schiebetüren für einen Wandschrank mit Landschaftsbildern des Literaturmalers Yosa Buson aus dem Jahre 1780 gehören zu den bedeutendsten Beispielen japanischer Malerei aus der Edo-Zeit in deutschem Besitz. Auch das Hamburger Museum hat unter ihrer Ägide und durch ihre Initiative manche seiner wichtigen ostasiatischen Objekte erwerben können. Hierzu zählen unter vielen anderen - ein gewichtiges chinesisches Bronzegefäß des Formtypus Ding aus der Shang-Periode, ein bronzenes /f/zdes 5. Jhs. v. Chr. und ein großes Bild des Malers Yuan Yao »Reisende in den Bergen im Herbst«. Schöne japanische Fächer mit Malereien und Pinselschriften der japanischen Literaturkünstler Ike no Taiga und Rai Mikisaburo sowie ein wunderbares Album mit Reiseskizzen von Yamamoto Baitsu und repräsentative Werke moderner Schriftkunst und Keramik aus Japan gehören ebenfalls zu ihren von großer Kennerschaft getragenen Acquisitionen. Die Schenkung eines Teeraumes durch die Urasenke-Foundation, in dem allmonatlich die beliebten Teezeremonien stattfinden, geht wohl nicht zuletzt auf das hohe Ansehen zurück, das sich Frau Hempel - der Sprache des Landes mächtig - als Wissenschaftlerin und durch

Termékadatok

Cím: Jahrbuch des Museums für Kunst und Gewerbe Hamburg 1984 [antikvár]
Szerző: Horst Appuhn , Konrad Schauenburg Verena Kessel
Kiadó: Museum für Kunst und Gewerbe
Kötés: Varrott papírkötés
ISBN: 3923859031
Méret: 200 mm x 260 mm
Horst Appuhn művei
Konrad Schauenburg művei
Verena Kessel művei
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