Bővebb ismertető
Der Protestantismus in Österreich und Ungarn vom Ende des 18. Jahrhunderts (1781) bis zum Anfang des 20. Jahrhunderts (1918) - Parallelen und Unterschiede*
Von Friedrich Gottas (Salzburg)
I.
Ziel der vorliegenden Studie ist es, die Entwicklungen im Protestantismus der einzelnen Teile des österreichischen Kaiserstaates bzw. ab 1867 der österreichisch-ungarischen Monarchie zu vergleichen. Dabei steht die Absicht im Vordergrund, Parallelen und Unterschiede in der österreichischen und ungarischen Kirchengeschichte aufzuzeigen. Zeitlich konzen-trieren sich die Ausführungen auf die Epoche von 1781 bis 1918.
An einigen mir wesentlich erscheinenden Beispielen soll nun ahnli-chen bzw. unterschiedlichen Tendenzen in den evangelischen Kirchen Österreichs und Ungams bzw. dies- und jenseits der Leitha (alsó Cis-und Transleithaniens) nachgegangen werden. Berücksichtigung finden folgende Problemkreise:
Die Frage der Toleranz im Zusammenhang mit dem josephinischen Edikt von 1781 (unterll.);
das Verháltnis von Staat und Kirche ab der Mitte des 19. Jahrhunderts, und zwar mit folgenden Schwerpunkten: die Rolle des Protestantismus 1848/49, die Ára des Neoabsolutismus, die Situation nach 1867 bis zur Jahrhundertwende (III.);
die zahlenmáBige Stárke des Protestantismus in Cis- und Trans-leithanien (IV.);
die interethnischen Spannungen innerhalb des Protestantismus (V.); die interkonfessionellen Schwierigkeiten (VI.); die Frage nach den Kirchenverfassungen und im besonderen nach den Spitzen der Kirchen (VII.);
der Komplex der Siedlungsform der Protestanten (VIII.); das evangelische kirchliche Schulwesen (IX.);
die verschiedenen theologischen Richtungen in Österreich und Ungarn sowie das damit zusammenhangende Problem der evangelischen Kirchen mit der sozialen Frage (X.) und schlieBlich
* Erweiterte Fassung eines Vortrages, den der Verfasser anlaBlich des Studientages der Gesellschaft für die Geschichte des Protestantismus in Österreich am 17. Október 1991 in Lutzmannsburg (Burgenland) gehalten hat.