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Martin Bloom - Japan [antikvár]
 
JAPAN_ EINFÜHRUNG Trotz der zahllosen Artikel, Bücher und Filme über Japan bleibt Nippen eins der am wenigsten verstandenen und überraschenderweise auch eins der am wenigsten geliebten Länder der Welt. Jedermann weiß, daß Japan ein Wunder vollbrachte, als es sich aus der Asche von 1945 erhob und zur zweitstärksten Wirtschaftsmacht der nichtkommunistischen Welt emporarbeitete. 1986 überstieg das japanische Pro-Kopf-Einkommen das seiner einstigen Besatzungsmacht USA. Wie erreichte Japan seine heutige Stärke? Was geschieht in diesem...
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JAPAN_ EINFÜHRUNG Trotz der zahllosen Artikel, Bücher und Filme über Japan bleibt Nippen eins der am wenigsten verstandenen und überraschenderweise auch eins der am wenigsten geliebten Länder der Welt. Jedermann weiß, daß Japan ein Wunder vollbrachte, als es sich aus der Asche von 1945 erhob und zur zweitstärksten Wirtschaftsmacht der nichtkommunistischen Welt emporarbeitete. 1986 überstieg das japanische Pro-Kopf-Einkommen das seiner einstigen Besatzungsmacht USA. Wie erreichte Japan seine heutige Stärke? Was geschieht in diesem l^nd? Welches sind, sofern vorhanden, seine Ziele? Auf welchem Entwicklungsstand befinden sich seine Gesellschaft und Wirtschaft tatsächhch? Auf solche Fragen kann es keine allgemeingültigen Antworten geben, weil darin nur Mythen, Halbwahrheiten und Mißverständnisse zum Ausdruck kämen. Obwohl Japans Einfluß auf die Welt von Jahr zu Jahr wächst, bleiben die Japaner inlandsorientiert und cliquenbewußt. Japans Exporte sind allgegenwärtig, seine Multis errichten Fabriken und Froduktionsstätten in Ubersee und beschäftigen Tausende von Westlern. In den 80er Jahren löste Japan die arabischen Länder als Nation mit den regelmäßig höchsten AuslandsinvesUHonen ab. In Japan sitzen die größten Banken, Investment-Gesellschaften, Schiffsbau-, Stahl- und Unterhaltungselektro-nik-Untemehmen der Welt. Selbst die japanischen Politiker hinterlassen auf der Weltbühne einen immer zuversichtlicheren, stolzeren Eindruck. Von der Armut zum Reichtum Japans Aufbruch in die Moderne wird gewöhnlich auf das Jahr 1945 datiert. Das ist jedoch irreführend. Die Fundamente des modernen Japan wurden 1868 gelegt, als die amerikanische Marine und europäische Händler das Land zwangen, sich erstmals nach über zweihundert Jahren wieder der Welt zu öffnen. Doch erst als Japan 1905 Rußland besiegte, war der Westen schockiert genug, um dieses asiatische Land als militärische und wirtschaftliche Macht ernst zu nehmen. In der Zeit vor dem Ersten Weltkrieg übernahm Japan mit rasantem Tempo modernen Kapitalismus und moderne Technik, in der Überzeugung, wirtschaftliche Stärke sei das beste Mittel, um zu überleben. Große Konzerne entwickelten sich, darunter heute so bekannte Namen wie Mitsubishi, Mitsui und Sumitomo. In den 30er Jahren ging Japans Streben nach industriellem Wachstum jedoch mit innerer Armut und Unsicherheit über die militärische und kolonialistische Zukunft einher. Die Niederlage im Zweiten Weltkrieg sowie die Bodenreform der Nachkriegszeit setzten der Feudalaristokratie des Landes und dem Großteil seines Klassensystems, aber auch dem militärischen Expansionsdrang ein Ende. Dadurch konnte sich Japan ganz auf das interne Wirtschaftswachstum konzentrieren, und es wuchs eine neue Generation von Unternehmern heran — z.B. Akio Morita von Sony und Soichiro Honda —, die sich neben den umstrukturierten Industriegruppen etablierten. Jenes Japan, das in den beiden folgenden Jahrzehnten so rapide wuchs, wurde von vielen der Politiker und Industriellen geführt, die auch schon vor dem Krieg das Sagen hatten. Der Wandel gelang auf der Basis von Kontinuität. Dank der raschen Ausbreitung des Erziehungssystems in den 30er Jahren war der Großteil der Arbeitskräfte des Lesens und Schreibens mächtig. Und diese Arbeitskräfte waren billig, weil so viele

Termékadatok

Cím: Japan [antikvár]
Szerző: Martin Bloom , Michael Houser Ray Granger
Kiadó: Verlag Wirtschaft Und Finanzen GmbH
Kötés: Fűzött papírkötés
ISBN: 3878810253
Méret: 140 mm x 200 mm
Martin Bloom művei
Michael Houser művei
Ray Granger művei
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