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JavaSpektrum Februar/März 2005 [antikvár]

Angelika Langer, D. Huke, H. Dicken, Klaus Kreft

 
Controlling complexity is the essence of computer programming (Brian Kernighan) Die meisten von uns nutzen die besinnliche Zeit des Jahreswechsels für allerlei gute Vorsätze. Leider verflüchtigen sich diese dann in der Folgezeit zunehmend aus dem Gedächtnis. Beim ersten Editorial eines neuen Jahres kommt auch jeder Chefredakteur gehörig ins Grübeln, erwartet doch die werte Leserschaft gute Ratschläge oder zumindest nachdenkliche Worte. Warum aber mit der eigenen Mittelmäßigkeit glänzen, wenn das Beste oft nur einen Mausklick...
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Controlling complexity is the essence of computer programming (Brian Kernighan) Die meisten von uns nutzen die besinnliche Zeit des Jahreswechsels für allerlei gute Vorsätze. Leider verflüchtigen sich diese dann in der Folgezeit zunehmend aus dem Gedächtnis. Beim ersten Editorial eines neuen Jahres kommt auch jeder Chefredakteur gehörig ins Grübeln, erwartet doch die werte Leserschaft gute Ratschläge oder zumindest nachdenkliche Worte. Warum aber mit der eigenen Mittelmäßigkeit glänzen, wenn das Beste oft nur einen Mausklick entfernt ist. Daher möchte ich mit den Geistesblitzen anderer glänzen. Ganz in der alten Tradition, dass der Diebstahl eines Zitats gemeinhin als Plagiat zu werten ist, während die „Nutzung" sehr vieler Zitate eine wissenschaftliche Abhandlung darstellt. Lassen wir also Koryphäen aus Wissenschaft, Gesellschaft und Informatik zu Wort kommen. Bevor ich Sie mit dem Themenfeld der Softwareentwicklung konfrontiere, darf eine Betrachtung der zwei größten Hürden bei Softwareprojekten nicht fehlen: Computer und Anwender. Sollten wir uns' überhaupt noch mit Softwareentwicklung beschäftigen, wenn der Gegenstand aller Bemühungen sich laut Ephraim Kishon der Existenz entzieht: „Computer werden kleiner und kleiner, bald verschwinden sie völlig". Selbst für den keineswegs unwahrscheinlichen Fall, dass sich diese Aussage als unzutreffend erweisen sollte, haben wir Softwareentwickler mit dem Problem zu kämpfen, dass uns andere um die Früchte unserer Arbeit bringen könnten. So propagiert Linus Thorwald: „Software ist wie Sex, das Beste ist immer umsonst". Wo wir schon von Anwendern reden. Dieter Hildebrandt vermag selbst dieser unbeliebten Spezies die Ursache aller Computerprobleme kurz und prägnant zu vermitteln: „Der Computer rechnet mit allem - nur nicht mit seinem Besitzer". Philosoph Wittgenstein gibt unverbesserlichen Zeitgenossen, die trotzdem vor einer Nutzung von Software nicht zurückschrecken wollen, den grundlegenden Tipp: „Frage nicht danach, was es bedeutet, sondern wie es funktioniert". Bevor wir aber Anwender mit unseren Programmen mental zu foltern vermögen, ist erst ein erfolgreiches Erstellen dieser Elaborate erforderlich. Für den Prozess des Softwareengineering empfiehlt Donald Knuth: „Lassen Sie uns unsere Einstellung gegenüber der Softwareentwicklung verändern. Anstatt zu glauben, unsere Hauptaufgabe bestünde darin, einem Computer Befehle zu vermitteln, sollten wir besser dazu übergehen, den Anwendern zu erläutern, was genau wir dem Computer beibringen wollen". Sind wir dieser Anregung erst einmal gefolgt, plagt uns als nächste Aufgabe der Softwareentwurf. C. A. R. Hoare vermittelt dazu folgende Erkenntnis: „Es gibt zwei Wege für einen Softwareentwurf. Der eine Weg besteht darin, das Design so einlach zu gestalten, dass sich darin offensichtlich keine Schwächen befinden. Und der andere Weg besteht darin, das Design so kompliziert zu machen, dass sich dort keine offensichtlichen Schwächen befinden". Letztendlich bleibt aber ein narrensicherer Entwurf unerreichbar wie Douglas Adams treffend anführt: „Ein häufiger Fehler, den Menschen machen, wenn sie versuchen etwas komplett Narrensicheres zu entwerfen, ist es, den Einfallsreichtum kompletter Narren zu unterschätzen". Was sich in der Praxis als Problem herauskristallisiert, ist die mangelnde Stabilität des Fundaments, auf dem wir unsere Softwareprodukte bauen. Daher sollten wir uns stets vor Augen führen, „auf Wasser zu gehen und Software aus einer Spezifikation zu entwickeln sind einfach, solange beides eingefroren ist" (F. Berard). Wollen wir trotz dieser Unwägbarkeiten einen hohen Grad an Perfektion erreichen, sollten wir Einfachheit als essentiellen Faktor sehen: „Woran erkennt man Perfektion in einem Entwurf? Nicht daran, dass man etwas zusätzlich hinzufügen kann, sondern daran, dass sich nichts mehr entfernen lässt" (An-toine de Saint-Exupery). Die Umsetzung des Entwurfs in eine fertige Implementierung birgt allerdings noch einige Gefahren. So warnt Seymour Cray ausdrücklich vor unserer Spezies: „Das Problem mit Programmierern ist, dass man niemals weiß, was ein Programmierer tut, bis es zu spät ist". Allen angehenden Informatikern möchte ich zum Schluss noch einen letzten Tipp für den Berufseinstieg mit auf den Weg geben, der von Bill Gates höchstpersönlich stammt: „Seien Sie nett zu allen Schwachköpfen, denn die Chance ist groß, dass Sie eines Tages für einen arbeiten". In diesem Sinne ein wunderschönes, erfolgreiches, gesundes neues Jahr und viel Spaß mit der vorliegenden Ausgabe

Termékadatok

Cím: JavaSpektrum Februar/März 2005 [antikvár]
Szerző: Angelika Langer , D. Huke , H. Dicken Klaus Kreft
Kiadó: SIGS-DATACOM GmbH
Kötés: Tűzött kötés
Méret: 210 mm x 300 mm
Angelika Langer művei
D. Huke művei
H. Dicken művei
Klaus Kreft művei
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