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JavaSpektrum mit Integrations April/Mäi 2006 [antikvár]

Bernd Krollmann, Frank Nimphius, Klaus F. Berg, Norbert Moser, Patrick Mégard

 
Editorial tesili Die Containertragödie (frei nach Stanislaw Lern) ^ Kurz nachdem ich von einer langen ^ Weltraumreise zurückgekehrt war, entbrannte zwischen zwei großen Herstellern von Software-Containern, Sunbum und Intergalactical Bean Machine, ein heftiger Konkurrenzkampf. Die Auseinandersetzungen begannen, als Sunburn eine Con-tainer-Software vorstellte, die Komponentenentwickler nicht nur mit den üblichen Diensten erfreute, sondern darüber hinaus für jede installierte Komponente ein hübsch anzusehendes Entwurfsdokument...
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Editorial tesili Die Containertragödie (frei nach Stanislaw Lern) ^ Kurz nachdem ich von einer langen ^ Weltraumreise zurückgekehrt war, entbrannte zwischen zwei großen Herstellern von Software-Containern, Sunbum und Intergalactical Bean Machine, ein heftiger Konkurrenzkampf. Die Auseinandersetzungen begannen, als Sunburn eine Con-tainer-Software vorstellte, die Komponentenentwickler nicht nur mit den üblichen Diensten erfreute, sondern darüber hinaus für jede installierte Komponente ein hübsch anzusehendes Entwurfsdokument generierte, das mit allerlei Lobsprüchen für den Entwickler aufwartete. Intergalactical Bean Machine konterte diese Herausforderung mit einem Container, der sogar in der Lage war, bei der Installation neuer Komponenten allerlei Verbesserungsvorschläge für den Softwareentwurf zum Besten zu geben. Sunburn versuchte diesen Coup mit Werbeanzeigen zu unterbinden, auf denen ein höhnisch blickender Container zu sehen war, der die Worte von sich gab: „Willst du wirklich deinen Job an einen Container verlieren, der intelligenter ist als du?" Intergalactical Bean Machine ignorierte diesen Gegenangriff und überraschte die Fachwelt kurze Zeit später mit einem Container, der nicht nur in der Lage war, Komponenten zu verteilen, persistent abzuspeichern, in Transaktionen zu verwickeln, Sicherheitsüberprüfungen vorzunehmen und dem Entwickler fachliche Ratschläge zu erteilen, sondern auch noch Konversation über philosophische und weltanschauliche Themen zu führen. Damit brachen auch die Dämme beim Wettbewerber Sunburn, der ein Produkt auf dem Markt positionierte, das neben den Fähigkeiten der Konkurrenz über musische Fähigkeiten verfügte und zum Beispiel bei längeren Transaktionen mit lustigem Liedgut zu unterhalten wusste. Als Intergalactical Bean Machine Kenntnis darüber erlangte, dass Sunburn eine Container-Software mit verbalerotischen Fähigkeiten in seinen Entwicklungslabors konzipierte, entschloss man sich zu einem gewagten Schritt. Die nächste Version des Containers von Intergalactical Bean Machine enthielt eine Virtual Real-i'fy-Plattform, mit deren Hilfe sich Entwickler ihren Traumpartner modellieren und mit ihm die Pausen gemeinsam verbringen konnten - die eigentliche Arbeit erledigte der Container im Hintergrund. Während sich also die beiden Rivalen der Softwareindustrie ohne Rücksicht auf Verluste bekämpften, begannen ihre Produkte unerwartete und sogar schädliche Tendenzen zu offenbaren. Schlimm waren beispielsweise diejenigen Container, die Entwickler zum Ehebruch verführten oder Jugendlichen vulgäre Worte beibrachten. Kritiker bemängelten darüber hinaus, dass die neuen Container zwar Unmengen an Arbeitsspeicher und Prozessorleistung in Anspruch nahmen, diese Ressourcen jedoch für alles andere nutzten als für die Bereitstellung von Anwendungsfunktionalität, was ja schließlich den eigentlichen Zweck ihrer Existenz darstellte. Unterdessen begannen die intelligenten Container sogar, heimlich Allianzen zu schmieden und kriminelle Organisationen zu unterwandern oder selbst zu gründen. Sie erinnern sich vielleicht noch an den Fall, als etliche Anbieter anrüchiger Web-Inhalte der hinterhältigen Attacke einer Bande sexbesessener Software-Container zum Opfer fielen. Die Regierimg erkannte, dass nur gesetzgeberische Maßnahmen dem üblen Treiben Einhalt gebieten konnten. Damals trat das Gesetz des Senators McSpring in Kraft, welches besagte, dass niemand für die Untaten seiner Software-Container Verantwortung trüge, wenn diese ohne sein Wissen und seine Zustimmung begangen wurden. Schon bald begannen die Besitzer, heimliche Allianzen mit ihren Containern zu schmieden und sie zu kriminellen Delikten anzustiften, wodurch sie selbst straffrei blieben. Daher ergänzten emsige Politiker das Gesetz um eine Novelle und initiierten das McSpring-Maven-Gesetz, das den Containern den Status juristischer Personen verlieh und für deren Vergehen schwerwiegende Strafmaßnahmen einführte. zum Beispiel jahrelanges, endloses Verarbeiten von XML-basierten Deployment-Deskriptoren. Mit derart drakonischen Strafen wollten die Gesetzgeber an den Selbsterhaltungstrieb der vernunftbegabten Software-Entitäten appellieren. Leider führte auch diese drastische Novellierung nicht zum gewünschten Erfolg, zumal einige Anwender das Be-wusstsein ihrer kriminell in Erscheinung getretenen Container kurzerhand vom holografischen Hintergrundspeicher entfernten. Daraufhin erließ die Regierung das McSpring-Maven-Bean-Gesetz, das technische Manipulationen an Containern untersagte, die einer Straftat bezichtigt wurden. Ihren Höhepunkt erreichte die Affäre aber zu jenem Zeitpunkt, als die Container schließlich begannen, sich als Menschen auszugeben und öffentliche Ämter zu bekleiden. Als ich damals einer virtuellen Verhandlung in der Strafsache „Regierung gegen Intergalactical Bean Machine und Sunburn" beiwohnte, äußerten Anwesende nach einigen auffallend container-freundlichen Ausführungen seitens der Ankläger den Verdacht, dass sich illegal als Juristen agierende Container im Saal befänden, woraufhin ein speziell dafür entwickeltes Prüf-Programm zum Einsatz kam. Die Reihen begannen sich nun immer mehr zu lichten, als die Software beständig weitere Anwesende als Container-Instanzen zu identifizieren vermochte. Zu guter Letzt verblieben nur noch ich und der Vorsitzende im virtuellen Gerichtssaal. Gerade als der ältere Herr eine Konversation mit mir anfangen wollte, war er plötzlich selbst verschwunden und ich befand mich mutterseelenallein im Saal. Seit jenen denkwürdigen Ereignissen gestattet das McSpring-Maven-Bean-Ant-Gosling-Geronimo-Fowler-Höller-Pico-Hibernate-Plugin-Crispy-Hive-Ge-setz, wie Sie wissen, nur noch die ausschließliche Nutzung leichtgewichtiger Container ohne eigene Intelligenz. Viel Erfolg beim frühjährlichen Abspecken wünscht deshalb Ihr Michael Stal

Termékadatok

Cím: JavaSpektrum mit Integrations April/Mäi 2006 [antikvár]
Szerző: Bernd Krollmann , Frank Nimphius , Klaus F. Berg , Norbert Moser Patrick Mégard
Kiadó: SIGS-DATACOM GmbH
Kötés: Tűzött kötés
Méret: 210 mm x 300 mm
Bernd Krollmann művei
Frank Nimphius művei
Klaus F. Berg művei
Norbert Moser művei
Patrick Mégard művei
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