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JavaSpektrum mit Integrations August/September 2008 [antikvár]

Adam Bien, Adrian Trenaman, Dominik Gruntz, Martin Murphy, Thomas Egeling

 
Soeben hatte eine Vogonenflotte den Planeten Erde buchstäblich von der Landkarte getilgt, um einer Hyperraumumgehungsstraße Platz zu machen. Damit beging die ohnehin nicht sonderlich beliebte Spezies von Raumfahrern einen weiteren schwerwiegenden Irrtum - freilich ohne es zu ahnen. Kurz darauf: Er war bereits einiges gewohnt, aber es stimmte Slartibartfas nachdenklich, dass die weißen Mäuse ihren erneuten Besuch auf Magrathea ankündigten. Noch ganz frisch waren seine Erinnerungen an den letzten Auftrag. Der bekannte Planetenschöpfer...
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Soeben hatte eine Vogonenflotte den Planeten Erde buchstäblich von der Landkarte getilgt, um einer Hyperraumumgehungsstraße Platz zu machen. Damit beging die ohnehin nicht sonderlich beliebte Spezies von Raumfahrern einen weiteren schwerwiegenden Irrtum - freilich ohne es zu ahnen. Kurz darauf: Er war bereits einiges gewohnt, aber es stimmte Slartibartfas nachdenklich, dass die weißen Mäuse ihren erneuten Besuch auf Magrathea ankündigten. Noch ganz frisch waren seine Erinnerungen an den letzten Auftrag. Der bekannte Planetenschöpfer sollte einen Computer entwerfen, um die Frage nach dem Universum, nach überhaupt allem und dem ganzen Rest zu berechnen. Bislang war dummerweise nur die Antwort auf diese Frage bekannt - 42! Mit einer schöpferischen Glanzleistung konstruierte Slartibartfas daraufhin den als Planet Erde getarnten Superrechner, der über 4 Milliarden Jahre anstandslos seinen Dienst verrichten sollte, von kleineren Problemchen mal abgesehen. Aber wie der göttliche Murphy es nicht hätte besser einrichten können: Nanose-kunden vor Programmterminierung fiel die Erde dem bürokratischen Übereifer der Vogonen zum Opfer. Jetzt geht's los: Die Mäuse, wegen der besagten Umstände noch immer etwas ungehalten, erteilten Slartibartfas den Auftrag, einen Ersatzcomputer zu kreieren. Diesmal fielen ihre Vorgaben allerdings etwas stringenter aus: Wahnsinnig sicher, hoch verfügbar, absolut fehlertolerant, unheimlich schnell, unglaublich skalierbar und natürlich äußerst flexibel sollte sich das innovative System namens Terra 2.0 präsentieren. Selbstredend ging der funktionale Entwurf einem alten Hasen wie Slartibartfas leicht von der Hand. Um diesmal auch bei allen anderen Eigenschaften auf Nummer sicher zu gehen, heuerte er die bekanntesten Experten der Galaxis an, die sich sogleich an die Arbeit machten. Und ihre Ergebnisse waren durchaus bemerkenswert. Die Sicherheitsexperten vom Planeten See hatten eine sogenannte Schäuble-Zwiebel entworfen, bei der sich der winzige funktionale Kern von unzähligen Sicherheitsschichten umringt sah. Selbst für jedes Sandkörnchen sollte es Überwachungssensoren geben, die eine unglaubliche Datenlast erzeugten, wofür ein hinter dem Zentralgestirn verstecktes Wurmloch namens STASI (STellar Archive for Security Information) als Ablage diente. Nach dem Motto „Kontrolle ist gut, Vertrauen ist besser" existierten allerorts Überwachungskomponenten, was den irdischen Bewohnern unweigerlich auf den Keks gehen würde, weil sie für jede noch so kleine Aktivität zahlreiche Sicherheitsprüfungen über sich ergehen lassen müssten. Am Schluss war das System so konzipiert, dass fast seine gesamte Rechenkapazität der Sicherheit diente. Auf das Ergebnis der Berechnungen hätten die Mäuse dann jedoch bis zu einem Zeitpunkt nach Ende des Universums warten müssen. Weil die Prigs den Ruf der pedantischsten Rasse in der gesamten westlichen Galaxis inne hatten - Suizid wegen Partnerschaftsproblemen war bei ihnen eher die Regel als die Ausnahme -, galten sie als gefragte Experten für zuverlässige Systeme. Und ihre Vorschläge für die neue Erde besaßen - drücken wir es milde aus - großes Gewicht. Als entschiedene Gegner des DRY-Prinzips (Don't Repeat Yourself) duplizierten, triplizierten, ja multiplizierten sie geradezu jede irdische Komponente und natürlich auch den Planeten selbst. Wahrscheinlich würden sich die zukünftigen Einwohner bisweilen über die große Zahl von Doppelgängern und Dejä-vu-Erlebnissen wundern. Wollten Bewohner auf irdische Ressourcen zugreifen, sorgte ein ausgefeilter Mechanismus dafür, dass nur jeweils einer gleichzeitig zum Zuge kam. Das Ende des Liedes bestand darin, dass der neue Computer fast den gesamten Spiralnebel eingenommen hätte, was den finanziellen Rahmen doch deutlich sprengte. Nach dem Genuss pangalaktischer Donnergurgler kannte die Kreativität der Experten vom Planeten Dolly nahezu keine Grenzen. Zu ihrer Spezialität gehörten Hochverfügbarkeit und Per- formanz, wobei Letzteres kein Wunder war, entstammten sie doch einer Sippe ehemaliger Weltraumpiraten. Wie die Prigs verstanden sie sich hervorragend auf Klonen und Lastverteilung, trieben es jedoch damit auf die Spitze, als sie sogar Paralleluniversen für ihre Sache missbrauchten. In ihrem Geschwindigkeitsrausch entwarfen sie besonders steile Gebirge und Täler, rasante Meeresströmungen und einen halbstündigen Gezeitenwechsel, der den irdischen Bewohnern allerdings ein Höchstmaß an Agilität abverlangt hätte. Im Gegensatz zu den Prigs nahmen die Experten es mit der Genauigkeit nicht so genau, war doch die Wirklichkeit aus ihrer Sicht stets eine Sache der geeigneten Perspektive. Wer dem wohl monotonsten Teil der Galaxis entstammt, strebt lebenslang nach Abwechslung. Daher ist es nur folgerichtig, dass die besten Experten in Sachen Flexibilität vom Planeten Solitude stammen. Dummerweise aber zeigten auch sie kein glückliches Händchen beim Entwurf von Terra 2.0. Am Anfang war die Menge der Konfigurationsoptionen noch durchaus amüsant. Etwa die Möglichkeit, das Licht der Gestirne mit speziellen Schaltern zu dimmen oder die Farbe von Pflanzen jederzeit nach eigenem Gusto zu ändern. Nicht zu vergessen die Option, Herver-halten über genetische Plug-ins zu modifizieren oder Geräusche wie Klingeltöne herunterzuladen. Nur leider nahmen die Konfigurationsoptionen derart überhand, dass zu ihrer Einstellung ein weiterer Computer mit noch größerer Rechenleistung notwendig wäre. Und es kam wie es kommen musste: Auch der Konfigurationscomputer war hoch flexibel - den Rest können Sie sich ja denken!

Termékadatok

Cím: JavaSpektrum mit Integrations August/September 2008 [antikvár]
Szerző: Adam Bien , Adrian Trenaman , Dominik Gruntz , Martin Murphy Thomas Egeling
Kiadó: SIGS-DATACOM GmbH
Kötés: Tűzött kötés
Méret: 210 mm x 300 mm
Adam Bien művei
Adrian Trenaman művei
Dominik Gruntz művei
Martin Murphy művei
Thomas Egeling művei
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