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JavaSpektrum mit Integrations Juni/Juli 2008 [antikvár]

Arno Haase, Markus Völter, Michael Kloss, Oliver Dohmen, Ralf Carbon

 
-tsP^ a Back to the Future ^Ende der sechziger Jahre vermochten ~ Science-Fiction-Serien wie Star Trek oder Raumschiff Orion die Menschheit an die Fernsehgeräte zu fesseln und so manche Zukunftsvision zu entfachen. Nicht zuletzt dürften die Abenteuer des Raumschiffes Enterprise und seiner 400 Mann starken Besatzung auch die berufliche Entwicklung eines ungenannten Chefredakteurs in gewisse Bahnen gelenkt haben. Kein Wunder, dass Captain Kirk, Spöck oder Scotty zu den Ikonen des zwanzigsten Jahrhunderts gehören, neben den üblichen...
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-tsP^ a Back to the Future ^Ende der sechziger Jahre vermochten ~ Science-Fiction-Serien wie Star Trek oder Raumschiff Orion die Menschheit an die Fernsehgeräte zu fesseln und so manche Zukunftsvision zu entfachen. Nicht zuletzt dürften die Abenteuer des Raumschiffes Enterprise und seiner 400 Mann starken Besatzung auch die berufliche Entwicklung eines ungenannten Chefredakteurs in gewisse Bahnen gelenkt haben. Kein Wunder, dass Captain Kirk, Spöck oder Scotty zu den Ikonen des zwanzigsten Jahrhunderts gehören, neben den üblichen Verdächtigen wie McDonalds, Coca Cola, IBM und Java. Und da es sich aus verklärter Retrospektive so nostalgisch in den guten alten Zeiten schwelgen lässt, wollen wir ein kleines Gedankenexperiment wagen. Als gebildete und gänzlich zurückhaltende Zeitgenossen sind wir uns natürlich dessen bewusst, dass Technologien ä la Bea-men oder Holodecks auch in Zukunft dem Reich der Fantasie angehören dürften. Wie aber würde sich das Leben im Star-Trek-Universum gestalten, wären dessen Einwohner auf unsere heutigen Errungenschaften angewiesen, speziell auf den aktuellen Stand des Software Engineering? Drehen wir also das Zeitrad nach vorne. Als das Raumschiff eines Tages nach der Passage eines temporalen Störfelds fast seine komplette Speicherung verliert und sich zu allem Unglück auch noch die -laut Scotty angeblich vorhandene - Daten- sicherung in die Tiefen des Weltalls verflüchtigt, will Spöck die Situation durch einen ausgeklügelten Schachzug retten. Grünes Licht von Captain Kirk und dem restlichen Kommandostab verschafft sich der verschlagene Vulkanier durch eine mehrstündige und sehr detailreiche Pow-erpoint-Präsentation. Daraufhin kann Spöck widerstandslos zur Tat schreiten. Die Sache ist nämlich die: Durch wundersame Fügimg hat einer der tragbaren Computer aus dem Museumstrakt den Vorfall gänzlich ohne Schaden überstanden. Der erste Offizier lässt mit lässigem Fingerdruck das auf Vulkanisch lokalisierte Vista-Betriebssystem (Servicepack 42) hochfahren, und schon nach einer halben Stunde Initialisierungszeit melden sich die grafische Oberfläche und - wie sollte es anders sein - die Enterprise-Version einer längst „vergilbten" IDE dienstbereit. Erst zögerlich, dann mit immer größerer Fingerfertigkeit lässt Spöck den Mauszeiger über die grafische Oberfläche fliegen, wobei sich sowohl die Benutzerführung als auch der Aufbau des Betriebssystems nicht immer mit der Logik und dem Asthetikgefühl des Vulkaniers in harmonischen Einklang bringen lassen. Um produktiv arbeiten zu können, entscheidet sich das „Spitzohr" selbstverständlich für einen modellbasierten Ansatz, und kreiert in tagelanger, unermüdlicher Arbeit unzählige Metamodelle und domänenspezifische Sprachen. Er fühlt sich gerade wegen der vielen Herausforderungen so richtig in seinem Element. Nicht umsonst lautet eine vulkanische Lebensweisheit: Software entwickeln ist wie eine Pralinenschachtel - man weiß nie, was drin ist. Gerade modellbasiertes Entwickeln ist hierfür ein ganz hervorragendes Beispiel. Dummerweise zeichnet sich die Enterprise durch eine Vielzahl unterschiedlicher und zu allem Über-fluss auch noch heterogener Subsysteme aus. Dieses bunte Allerlei ist zum einen der Lobbyarbeit einflussreicher Ferengis geschuldet und zum anderen unzähligen Vorgaben und Standards. Zur effektiven Integration der diversen Systeme schufen die Ingenieure der Föderation schon frühzeitig eine universale Middleware, deren Piloteinsatz auf der Enterprise erfolgte, weshalb sich die Middleware den Namen „Enterprise Service Bus" redlich verdient hat. Während im Raumschiff schon Java in der Version 77 zum Einsatz kommt, weist die Programmierplattform auf dem antiquierten Notebook erst Version 6 auf. Zum Glück immer noch dieselbe virtuelle Maschine, denkt sich der erste Offizier. Allerdings hat sich die Dokumentation der Java-Plattform seither alle 18 Mo- nate verdoppelt. Statt untätig zu warten, fasst Scotty in der Zwischenzeit den Ent-schluss, einen umfangreichen Regressionstest seiner geheimen Scotch-Kollek-tion vorzunehmen. In aufgelockerter Stimmung nimmt er das Handy und schickt dem Vulkanier eine SMS (Scotty Mailt-an Spöck): Gerade im Maschinenraum sei die dynamische Austauschbarkeit der Algorithmen von unermesslicher Bedeutung. Dankbar für diesen Tipp, greift Spöck zum erstbesten Aspect-Weaver, dessen er habhaft werden kann, und separiert die betroffenen Belange in zentralisierten Modulen. Nach schier unendlichem Wirken hat Spöck endlich seinen Masterplan umgesetzt und, gewissermaßen als Nebeneffekt, der Brücke dank zahlloser Diagramme ein neues Design verpasst. Nach etlichen Anlaufschwierigkeiten kann Spöck den unter Linux (Kemelversion 47.11) betriebenen Bordcomputer zu neuem Leben erwecken. Dies sehr zur allgemeinen Freude der Besatzung, auch wenn das System wegen einiger Treiberprobleme nur im Notbetrieb läuft. Zu fehlendem Glück kommt auch noch Pech hinzu, als Scotty ausschließlich den Impulsantrieb zu aktivieren vermag, weshalb sich die Fahrt zur nächsten Raumbasis etwas in die Länge zieht. Auf dem Weg dorthin kommt es zu keinerlei nennenswerten Zwischenfällen. Besser gesagt, fast zu keinen, abgesehen von einem getarnten Romulanerkreuzer, der unbemerkt die Computersysteme der Enterprise mittels Bittorrent anzapft. Statt der erhofften Betriebsgeheimnisse fangen sich die Romula-ner jedoch einen Trojaner aus dem 21sten Jahrhundert ein, der schließlich zu einem fatalen Bluescreen führt. Rien ne va plus! Was ist die Moral von der Geschieht'? Statt die oben erläuterte Fiktion eines Tages zur Realität werden zu lassen, sollten wir uns lieber dem „realen" Star-Trek-Universum annähern. Freilich bedarf es dazu noch einiger Anstrengungen gerade in Bezug auf das Software Engineering. Und wo finden Sie die Ergebnisse derart innovativer Bemühungen? Selbstredend in JavaSPEKTRUM! In diesem Sinne viel Spaß mit der vorliegenden Ausgabe. And now, beam me up, Scotty! Ihr Michael Stal

Termékadatok

Cím: JavaSpektrum mit Integrations Juni/Juli 2008 [antikvár]
Szerző: Arno Haase , Markus Völter , Michael Kloss , Oliver Dohmen Ralf Carbon
Kiadó: SIGS-DATACOM GmbH
Kötés: Tűzött kötés
Méret: 210 mm x 300 mm
Arno Haase művei
Markus Völter művei
Michael Kloss művei
Oliver Dohmen művei
Ralf Carbon művei
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Vélemény:
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