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JavaSpektrum Oktober/November 2004 [antikvár]

Angelika Langer, Klaus Kreft, Markus Völter, Volker Herwig

SIGS-DATACOM GmbH , Megjelenés: 2004. január 01.
 
Work smarter not harder· EditorialMehrarbeit gehört momentan sicherlich zu den heißen Themen in der öffentlichen Diskussion. Weil für Softwareentwickler über 40 Wochenarbeitsstunden schon heute eher die Regel als die Ausnahme darstellen, mögen sich manche Vertreter unserer Zunft dazu verleitet fühlen, diese Diskussion einfach mit einem mitleidigen Lächeln von sich abprallen zu lassen. Davor kann ich nur eindringlich warnen. Selbst wenn die Arbeitszeit in unseren Kreisen sich als universelle Konstante erweisen sollte, ist das, was wir...
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Work smarter not harder· EditorialMehrarbeit gehört momentan sicherlich zu den heißen Themen in der öffentlichen Diskussion. Weil für Softwareentwickler über 40 Wochenarbeitsstunden schon heute eher die Regel als die Ausnahme darstellen, mögen sich manche Vertreter unserer Zunft dazu verleitet fühlen, diese Diskussion einfach mit einem mitleidigen Lächeln von sich abprallen zu lassen. Davor kann ich nur eindringlich warnen. Selbst wenn die Arbeitszeit in unseren Kreisen sich als universelle Konstante erweisen sollte, ist das, was wir mit dieser Zeit anfangen, durchaus noch optimierungsfähig. Eingeweihte IT-Professionals, die sich in jahrelanger Mühsal und aufopfernder Tätigkeit diesbezüglicher Fachliteratur bemächtigt haben, dürfte ich dazu an ein Zitat aus dem allgegenwärtigen Dil-bert" erinnern. In dieser Bibel des modernen Softwarekapitalismus pflegt der Vorgesetzte stets die Worte Work smarter not harder" in den Mund zu nehmen. Was seine Mitarbeiter partout nicht hören wollen und eher als stumpfe Keule für ausweglose Situationen empfinden, hat durchaus Praxisrelevanz.Mal unter uns! Besitzen Sie etwa keine brach liegenden Ressourcen, deren effiziente Nutzung Ihrem Unternehmen ein Mehr an Produktivität bringen würde? Zum Beispiel völlig unproduktive Zeiten, die Sie am Kaffeeautomaten, bei Kollegen im Gespräch über Belanglosigkeiten, in der Fahrt zwischen Arbeitsstelle und Zuhause, dem Lesen von Zeitschriften oder sogar mit Büroschlaf verbringen? Apropos Schlaf. Die meisten von uns könnten sich problemlos mit 6 Stunden Schlaf täglich arrangieren. Und wozu, umalles in der Welt, brauchen Sie neben 52 Wochenenden auch noch 30 Tage Urlaub und etliche Feiertage?Verzeihen Sie! Ich ließ mich hinreißen. Also wieder zurück zum eigentlichen Thema. Schließen Sie jetzt die Augen und stellen Sie sich vor, diese ungenutzten Zeiten ließen sich für Ressourcenoptimierung und damit die Gewinnmaximierung Ihres Unternehmens nutzen. Sobald Sie beispielsweise zur Teeküche eilen, um einen Espresso zu schlürfen, nehmen Sie einfach Ihren Notebook mit. Während des sonst unproduktiven Kaffeetrinkens und Plauschens sind Sie nun in der Lage, sinnvolle Tätigkeiten, etwa JU-nit-Tests, das Malen" von UML-Diagrammen oder noch besser das Erstellen von Dokumenten, parallel durchzuführen. Bei letzterem Beispiel überkommt mich zuweilen ohnehin das Gefühl, dass es die Beteiligten bereits heute so praktizieren.Die Ausrede, Sie hätten Ihren täglichen Pflichten bereits genüge getan und nun für diesen Tag nichts weiter zu tun, lasse ich übrigens nicht gelten. Sie können doch Ihren Kollegen einen Gefallen erweisen und deren Arbeit tatkräftig unterstützen. Als angenehmer Nebeneffekt lassen sich auf diese Weise die sozialen Bande zwischen den beteiligten Personen weiter verstärken, was immerhin gut für die Arbeitsmoral und das soziale Gefüge ist. Übrigens, der Kommunismus ist tot. Vergessen Sie an dieser Stelle also unter allen Umständen das Marx'sche Konzept der Entfremdung von der Arbeit! Sobald der Arbeitgeber ein derartiges Modell etabliert, präsentiert sich ihm die Schar seiner Angestellten als eine transparente Menge nutzbarer Ressourcen. Er überträgt ihnen Aufgaben, die diese dann in dynamischer Selbstorganisation und Selbstaufopferung zeitoptimal erledigen. Mitarbeiter repräsentieren sozusagen ein vermaschtes System von Arbeitsdrohnen, sodass der Begriff Grid Computing" in diesem Kontext durchaus passend erscheint.In diesem neuen Arbeitsparadigma blieb bis jetzt allerdings eine entscheidende Frage unbeantwortet. Wie finden Sie überhaupt benötigte beziehungsweise geeignete Ressourcen? Um diese Frage zu beantworten, sollten Sie sich die von Douglas Adams postulierteHypothese vergegenwärtigen, dass Nachrichten - speziell schlechte - schneller zu reisen vermögen als das Licht. Agieren Sie demzufolge dezentral, indem Sie sich bei einigen zufällig ausgewählten Kollegen (beliebte Methode: auf dem Flur oder der Teeküche auflauern) nach der Verfügbarkeit diesbezüglicher Ressourcen erkundigen. Der menschliche Faktor - also das übliche Spektrum von Schadenfreude über Verdrängen bis hin zu Rachegefühlen - trägt dafür Sorge, dass sich diese Anfrage in großer Geschwindigkeit über den gesamten Standort verbreitet und Ihnen schon bald die richtigen Ansprechpartner anonym oder unter der Bedingung höchster Vertraulichkeit genannt werden. Mit diesen nehmen Sie nun Kontakt auf und spannen einen oder mehrere davon für Ihre eigenen Zwecke ein. Da in dem neuen Grid-Arbeitsparadigma Kollegen zu austauschbaren Arbeitern mit breitem Allgemeinwissen und tiefem Spezialwissen (Stichwort breit und spitz") mutieren, ist die Wahrscheinlichkeit groß, geeigneter Mitarbeiter habhaft zu werden. Mittels raffiniertem Offshorings und Oursourcings potenzieren sich hier freilich die Möglichkeiten. Dieses dynamische, dezentrale Verfahren lässt sich geeignet mit dem Begriff Peer-to-Peer Computing" beschreiben. Das sollten Sie im Übrigen nicht verwechseln mit dem feierabendlichen B2B-Computing (B2B - Beer-to-Beer).Wie ich versucht habe, deutlich zu machen, besteht in der IT-Branche der goldene Weg nur zum kleinen Teil darin, die Arbeitszeiten zu verlängern. Wesentlich effektiver erscheint in der Praxis die effiziente Nutzung der bereits vorhandenen Ressourcen, sprich Mitarbeiter. Neue Paradigmen wie Grid und P2P können hier einen entscheidenden Beitrag leisten. Wie gesagt: Work smarter not harder!"In diesem Sinne viel Vergnügen mit der vorliegenden AusgabeIhr Michael Stal

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Cím: JavaSpektrum Oktober/November 2004 [antikvár]
Szerző: Angelika Langer , Klaus Kreft , Markus Völter Volker Herwig
Kiadó: SIGS-DATACOM GmbH
Megjelenés: 2004. január 01.
Kötés: Tűzött kötés
Méret: 210 mm x 300 mm
Angelika Langer művei
Klaus Kreft művei
Markus Völter művei
Volker Herwig művei
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