Bővebb ismertető
VORWORT Dieses Buch weist viele absichtliche Weglassungen auf. Wer sich mit dem Studium der damaligen Zeit bescháftigt, wird vielleicht fragen, warum ich nicht eingehender auf solche Dinge, wie die Beziehungen zwischen den Herzögen von Burgund, Bretagne, Bedford und Gloucester, dem Kardinal Beaufort und dergleichen eingegangen bin. Meine Antwort lautet: daB ich meine ganze Aufmerksamkeit habe auf Jeanne d'Arc selbst richten und nur das Notwendigste an damit zusammenhángender Politik habe heranziehen wollen. Jeanne d'Arc schien mir weit wichtiger und problematischer als irgendeine der sie umgebenden Gestalten und politischen Verwicklungen. Es erwies sich als notwendig, auf einige dieser Gestalten und Verwicklungen naher einzugehen: aber auBer diesem vereinfachten Hinweis habe ich immer Jeanne d'Arc auf Kosten anderer Interessen in den Vordergrund gerückt. Kurz gesagt, es schien mir, Johanna habe ein grundlegendes Problem von tiefster Bedeutung dargestellt, wahrend die politischen Schwierigkeiten ihrer Zeit von einem örtlich beschránkten und somit untergeordneten Interesse waren. Die Geschichte Frankreichs im fünfzehnten Jahrhundert kann heute nur noch Interesse für den Gelehrten habén. Andererseits bleibt die seltsame Laufbahn Jeanne d'Arcs eine Geschichte, deren SchluBfolgerung bis jetzt noch nicht gefunden worden ist. Ich erhebe keinen Anspruch darauf, sie in diesem Buche gefunden zu habén. Meiner Ansicht nach können viele, vielleicht Hunderte von Jahren verstreichen, ehe sie überhaupt gefunden wird. Die Frage der Anmerkungen bereitete mir viel Kopfzerbrechen. Ich hatte zuerst beabsichtigt, überhaupt keine zu bringen, kam dann aber nach und nach zu der Einsicht, ein völliges Fehlen von Hinweisen auf die benützten Quellen sei für den Leser störender als sein standiges im Text Unterbrochenwerden. Von zwei Übeln hoffe ich das kleinere gewahlt zu habén. V. s.-w.