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Achtung: Realitätsverlust! Warnung an den Leser
Am 26. April 1986 ereignete sich im Kernkraftwerk von Tschemobyl em folgenschwerer Unfall. Über die Katastrophe in der Ukraine wurde seither viel geschrieben. Die ersten Sätze auf der Rückseite eines Taschenbuches lauten: ,Ani 26. April 1986 beginnt das große Abenteuer, der Kampf ums Überleben im Chaos einer Apokalypse, die todbringend um die Erde rast." Eine reißerische Aufarbeitung der Tschernobyl-Tragödie? Keineswegs, sondern der Inhaltsanriß zu Gerhard R. Steinhäusers Unternehmen Stunde Null 1986 - Leben nach dem Jüngsten Tag-, Erscheinungsdatum: Juli 1975.
Ganz schön bizarr, dieser „Zufall", nicht wahr? Doppelt skurril durch den Umstand, daß es sich um einen Satzfehler handeln muß (der allerdings 2wei-mal auftritt), da in der Erzählung selbst der 16. April der Stichtag ist. Eine der unbedeutenden Seltsamkeiten, die in ihrer Gesamtheit die Realität so irreal erscheinen lassen. Im vorliegenden Buch werden einige kühne Vermutungen über die vielzitierte Wirklichkeit geäußert. Gedankengänge, die uns die Welt als einen noch unheimlicheren Ort erscheinen lassen, als sie schon ist. Viele davon werden zum Widerspruch herausfordem oder das bekannte „ungute Gefühl" aufsteigen lassen; speziell die unerquickliche Möglichkeit, das Unbekannte könnte keine ziellos agierende Kraft, sondern mit Bewußtsein erfüllt sein - gelenkt von einem steuernden Wülen aus dem Anderswo.
Eindeutig beweisen läßt sich keine der Hypothesen. Jede einzelne mag richtig oder falsch sein, desgleichen die daraus gezogenen Schlußfolgerungen. Dasselbe gilt allerdings auch für die derzeit gängigen Theorien über die Naturgesetze, über die Beschaffenheit des Universums, über den Aufbau der Atome, über das Wesen von Gravitation und Elektrizität und für alle anderen Vorstellungen, die wir von „der Welt an sich" haben. Sämtliche Theorien, die unsere Beobachtungen zu erklären versuchen, können goldrichtig oder grundfalsch sein. Albert Einstein meinte mit der Einsicht des wahrhaft Weisen, daß Millionen Experimente nicht ausreichen würden, um die Relativitätstheorie für aUe Zeiten abzusichem, aber nur eines, um sie zu widerlegen. Nicht anders verhält es sich mit dem hier vorgestellten Denkgebäude. Es ist rein theoretisch, zusammengesetzt aus mehr als unterschiedlichen Bausteinen. Genau wie die wirren Naturvorgänge, die wir registrieren, sind auch Unerklärlichkei-