Bővebb ismertető
Vorwort letzter Zeit sind viele Fragen, die im Zusammenhang mit dem Schaffen Johann Gregorius Höroldts stehen, zu echten Aufgaben der Forschung geworden. Um sie zu beantworten und verschiedene Probleme zu lösen, wurde dieses Buch geschrieben.Seit 1. Juni 1720 in der Königlichen Porzellan-Manufaktur Meißen angestellt, wurde Johann Gregorius Höroldt in wenigen Jahren der große Künstler der Porzellanmalerei und der Schöpfer der Aufglasurpalette. Ehrenvoll nennt man heute seine Schöpfungen Höroldtmalerei.Der Streit um die Erfindung der Porzellanfarben, die Höroldt von Wien nach Meißen mitbrachte, geht noch immer darum, ob sie seine Invention waren oder ob er sich, wie der Wanderar-kanist und Goldarbeiter Christoph Conrad Hunger behauptete, diese Farben angeeignet und ihm damit in Wien großen Schaden gemacht hätte. Auch Samuel Stöltzel behauptete, daß er für Höroldt Farben zubereitet hätte, weil dessen Kenntnisse gleich null und nichtig gewesen seien. Obwohl Höroldt deren Farben benutzte, blieben sie nur der Grundstock für seine eigenen Versuche. Als Maler verstand er es, die ihm gelieferten Farben zu nuancieren und zugleich mischbar zu machen, so daß sie durch sein Farbempfinden für die Porzellanmalerei erst vollkommen wurden. Die ihm unterstellten Maler und Lehrlinge führte er mit strenger Hand, was ihm wenig Sympathie einbrachte. Höroldts Geschäftsgebaren war von Eigennutz bestimmt, und so ist es nicht zu verwundern, daß er 1730 über seine Handlungen Rechnung legen mußte und ihm darauf die Selbständigkeit entzogen wurde.1731 kam die Manufaktur fast zum Erliegen. Der Oberdirek-tor Carl Heinrich Graf von Hoym wurde verhaftet und seines Amtes enthoben. Der französische Kaufmann Rudolphe Lemaire wurde des Landes verwiesen, Samuel Stöltzel verhaftet, und die Arkanisten wurden gezwungen, ihre Masse- und Farbrezepte aufzuzeichnen. August IL übernahm jetzt persönlich die Leitung der Manufaktur.Diese Fakten waren für mich der Anlaß, im Staatsarchiv Dresden nach Akten, die diese Vorgänge aufklären könnten, zu suchen, wobei ich für die Forschung wichtiges Material fand. Es konnte geklärt werden, weshalb so viele Porzellane mit Schwertern auf die Glasur gemarkt sind, weiterhin fand ich die Gründe, weshalb 1731 die Höroldtperiode endete. Die Akten beweisen, daß es in Meißen Goldchinesenmalerei gegeben hat, die heute