Bővebb ismertető
Ais am Ende des Jahres 1708 Johann Friedrich Böttger in Dresden «den guten weifíen Porzellain samt der allerfeinsten Glasur und allém zugehörigen Mahlwerk, welcher dem ostindischen wo nicht vor, doch wenigstens gleich kommen soll» erfand, war das Rátsel der Herstellung des geheimnisvollen Stoííes gelöst, um das sich die Alchimisten Europas seit Jahrhunderten gemüht und in dessen gehiitetem Besitz das alte China seit einem Jahrtausend gewesen war. Dieses Ereignis wurde zu einer Tat von groíter wirtschaftlicher Bedeutung, denn bereits am 23. Januar 1710 erschien in Dresden ein königliches Dekret im Druck, das der Welt in vier Sprachen mitteilte, dafi der Kurfürst von Sachsen und König von Polen die Absicht habé, eine veritable Porzellanfabrik zu gründen. Endlich konnte im eigenen Lande erzeugt werden, was hollándische Schiífe in Mengen für teures Geld aus den ostasiatischen Lándern einfixhrten. Denn das 18. Jahrhundert und schon das ausgehende 17. Jahrhundert war gleichsam verliebt in dieses zarte zerbrechliche Material, das man in seiner Wertschatzung den Edelmetallen gleichstellte. Es gab kaum ein Schlofi, in dem nicht ein besonderer Raum, dessen Architektur sich zur Aufnahme von Porzellangefáfien auf Konsolen in dekorativer Anordnung eignen mufite; als sogenanntes «Porzellankabinett» eingerichtet war. Es gab kaum ein wohlhabendes Bürgerhaus, wo der Kaminsims nicht von einem Satz chinesischer Vasén géziért war oder wo nicht mindestens ein Gegenstand aus diesem seltenen Stoff auf Kommode oder Schrank stand. August der Starke von Sachsen, ebenso empfánglich für Prunk und Pracht wie für alles Seltene und Aufiergewöhnliche, war von einer Porzellanleidenschaft besessen, die er in dem Brief