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Johann Strauss 1825-1899 [antikvár]

 
5 Johann Straufí-Vater 1804-1849 Johann Straufi war der Sohn eines berühmten Vaters, der den Wiener Tanz, den Walzer, international bekannt gemacht hat. Der kleine Schani wuehs mit dieser Musik auf und beherrschte sie so perfekt, dafi schon sein erstes Werk, das er bei seinem Debut als Musikdirektor im Jahre 1844 aufspieke, vollkommen war. Sein Lebensziel war, das Werk des Vaters éü übertreffen und zu vollenden. Es gehörte zur Tragik seiner Jugend, dafi er sich alíts Rücksicht auf seine verlassene Mutter gegen den Vater stellen...
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5 Johann Straufí-Vater 1804-1849 Johann Straufi war der Sohn eines berühmten Vaters, der den Wiener Tanz, den Walzer, international bekannt gemacht hat. Der kleine Schani wuehs mit dieser Musik auf und beherrschte sie so perfekt, dafi schon sein erstes Werk, das er bei seinem Debut als Musikdirektor im Jahre 1844 aufspieke, vollkommen war. Sein Lebensziel war, das Werk des Vaters éü übertreffen und zu vollenden. Es gehörte zur Tragik seiner Jugend, dafi er sich alíts Rücksicht auf seine verlassene Mutter gegen den Vater stellen mufite. Schwere Neurosen, die sein Leben belasteten, das nur nach aufien hin strahlénd und heiter gewesen ist, waren die Folge. Als Künstler suchte Johann Straufi Kontakté zu den grófién Meistern der symphonis.chen Musik und zur Opernkunst seiner Zeit. Er spielte Schumann und Mendelssohn, Franz Liszt und Richárd Wagner, Giacomo Meyerbeer und Giuseppe Verdi, Anton Rubinstein und Pl. Tschaikowski, Charles Gounod und Jacques Offenbach, als deren Kompositionen in Wien noch unbekannt oder umstritten waren, und liefi die dadurch gewonnenen Impulse in seine Musik einfliefien. Reisen nach Berlin und Hamburg, Warschau, Budapest und Bukarest, Paris und London, Boston und New York sowie sein Wirken in Pawlowsk bei der russischen Metropole St. Petersburg trugen zu seiner Popularitát bei. Schliefilich begründete er, was Franz von Suppé nicht gelungen war, die Wiener Operette und schrieb im Jahre 1874 mit seiner „Fledermaus" das Meisterwerk der Gattung. Seine persönliche Ausstrahlung und die Wirksamkeit seiner Kompositionen waren so grófi, dafi er in einer Zeit, die zwar schon über Zeitungén verfügte, aber die internatiónalen Medien Radiö und Fernsehen noch nicht besafi, weltweit bekannt und jpopulár wurde wie in unseren Tagén die mit allén PR-Mitteln vertrauten Popstars. Sein Ruhm ist geblieben: heute noch - 100 Jahre nach seinem Tod - übt Johann Straufi auf das Publikum aller Kontinente die volle Faszination seiner Persönlichkeit und seiner Musik aus. Über dem Leben des Walzerkönigs aber lagen schwere Schatten. Nach dem tragischen Kampf gegen den geliebten und bewunderten Vater bedrückten ihn das vergebliche Werben um seine grofie Liebe Olga in Rufiland, das Scheitern seiner zweiten Ehe mit Angelika, geborene Dittrich, und nicht zuletzt auch der Umstand, dafi er Bürger von Sachsen-Coburg und Gotha werden mufite, um seine Anna Straufi, geb. Streim 1801-1870 dritte Frau, Adélé, heiraten zu können, Bei ihr fühlte er sich geborgen wie bei seiner Mutter und bei seiner érstén Gattin, der Sángerin Jetty Treffz. Aber der Preis dieser dritten Ehe war hoch: das offizielle Österreich, der Kaiserhof, die Adelsgesellschaft und die Reprásentanten des Staates liefien es ihn spüren, dafi er nicht mehr in ihre Kreise gehörte. Vön seiner Heimat bekam der Weltberühmte keine Auszeichnung mehr. Auch die Ehrenbürgerschaft seiner Heimatstadt Wien Meb ihm versagt. Wie sehr ihn das schmerzte, liefi er sich nicht anmerken. Auf dem Totenbett kehrte Johann Straufi in die Welt seiner Jugend zurück, in die Spháre der Stadt an der - bei ihm - schönen, blauen Donau, die er wie kein anderer zu einem Begriff für die ganze Welt gemacht hatte.

Termékadatok

Cím: Johann Strauss 1825-1899 [antikvár]
Kiadó: Bundespressedienst
Kötés: Varrott papírkötés
Méret: 210 mm x 270 mm
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