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VORBEMERKUNG
Ist es Vermessenheit, wenn man es wagt, ein derart komplexes und heikles Thema wie die Anfänge eines Ponti-fikats innerhalb der ersten vierzig Tage anzugehen? Ohne das Drängen meiner Freunde aus mehreren Nationalitäten hätte ich dieses Abenteuer nicht versucht. Etwas werde ich dadurch entschuldigt, daß ich den Kardinal Wojtyia seit mehr als 15 Jahren kenne, und in diesen Jahren stellte ich mich immer in seinen Dienst, wenn er es für nützlich erachtete. Am stärksten beeindruckt hat mich der harmonische Reichtum — angeboren oder im harten Ringen erworben? — einer außergewöhnlichen Persönlichkeit von einem fehlerlosen Gleichgewicht zwischen Natur und Gnade. Seine Demut und sein Gebetsleben liefern vielleicht hierzu den Schlüssel des Verständnisses. Meine Leser sollen sich keinen Illusionen hingeben! Es handelt sich nicht um eine Biographie im eigentlichen Sinne des Wortes, sondern um einen Versuch von Skizzen, die durch die Worte, die Haltung und die Schritte Johannes Pauls II. im Laufe dieser 40 Tage diktiert wurden. Und bereits jetzt drängt sich eine Feststellung auf: Von Krakau nach Rom, vom Diener einer Lokalkirche zur Lenkung der Universalkirche gibt es keinen Bruch, sondern eine wunderbare Kontinuität. Man möchte sagen, der Herr der Geschichte habe den Papst Wojtyia zur Würde des Papstamtes durch ein Noviziat vorbereiten wollen, das ganz im Dienste der Umsetzung der Leitgedanken des Vatika-nums II auf allen Ebenen des Gottesvolkes stand. Wie in dem Präludium einer Sinfonie die Motive der ganzen Musik auftauchen oder auf Grund flüchtiger Akkorde erahnt werden können in Erwartung späterer Entfaltungen, so leiten diese »40 Tage« ein Regnum ein, das im Dienste stehen will, ohne einen Finger breit auf die von
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