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Vorwort.
Ich hätte John Stuart Mills Leben und philosophische Bedeutung nicht darzustellen unternommen, wenn ich für das Leben des Denkers nicht die tiefste Sympathie, für sein Lebenswerk nicht die höchste Achtung empfände. Vor Jahren waren mir seine Schriften ein vertrauter Umgang: ich lernte viel aus ihnen. Später hatte ich vom Gelernten mancherlei zu verlernen und andere Denker verdrängten ihn zeitweilig in meiner Gunst und Liebe. Aber nachdem die Kritik ihr Werk gethan, kehrte ich gern und freudig zu ihm zurück, überzeugt, dass er mit dem Besten, was er geleistet, uns, unserer Zeit, unserm Wollen angehöre. Diese Überzeugung hat natürlich auch die Behandlung der Aufgabe bestimmt, an der Bericht, Kritik und Konstruktion gleichen Anteil haben.
Ich zitiere gewöhnlich nach der von Th. Gomperz besorgten, im Verlage von R. Reisland, Leipzig 1869 ff., erschienenen Ausgabe der Gesammelten Werke (WW). Unter sie nicht aufgenommen sind u. a.: das kritische Hauptwerk Mills, die Examination of Sir William Hamiltons Philosophy (SWH), London 1865, und Three Essays on Religion: Nature, the Utility of Religion and Theism, London 1874. Die von der deutschen Ausgabe nur teilweise berücksichtigten, an gedankenvollen Arbeiten reichen „Dissertations and Discussions" (DD) umfassen im Original vier Bände (London 1859—74). Die Hauptquellen für des Jüngern Mill Leben sind die nachgelassene Autobiography, London 1873, die ich im Text nach der verbesserten Übersetzung von Karl Kolb, Stuttgart 1874, anführe, und die Werke