Bővebb ismertető
Einleitung
„Einige halten sie ßr Judas, obwohl sie eher Petrus sind, d.h. gebrechliche Jünger Solche, auf die unsere Kirche erbaut wird. "
„Ich halte jene Vollkommenen ßr untragbar, die keine Sünden haben, denn das christliche Leben ist nicht steril, sondern ein sich bekehrendes Leben."
Viele haben versucht, mir von einer Veröffentlichung dieses Buches abzuraten. Etliche Menschen auch schon davon, im Kreise der berufswechselnden Priester Nachforschungen zu fuhren. Sie machten mich aufmerksam, (haben gefleht, sogar gedroht), daß es die interne Angelegenheit der Kirche wäre, daß es ein sehr heikles, eigentlich noch nicht aktuelles Thema sei, daß man keine Schmutzwäsche vor der Öffentlichkeit waschen sollte, weil das dem Priesterberuf Schaden zufügen würde. Andere, ebenfalls viele, sahen es ganz anders. Das zweite Vatikanische Konzil öffnete die Fenster nicht nur zur Welt, sondern auch zu unserer Kirche. Es gibt keine „Tabuthemen" mehr, nur ein verantwortungsloser Umgang mit diesen Themen. Es gibt viel heiklere Themen als dieses, nämlich jene geschehenen Dinge, die von den dem Beruf Treugebliebenen begangen wurden. Es wäre besser, wenn wir darüber schreiben würden, als ein nach Sensation jagender Außenstehender, damit ein solches Buch, eben die Berufung stärke. Die Meinung, daß man diese Themen „vor den Kindern" nicht besprechen sollte, ist aus zweierlei Gründen nicht haltbar. Einerseits kann man, muß man sogar dem Kind von vielem berichten, damit es weiß, daß es sich bloß darum und nicht um etwas anderes handelt, womit man ihm Angst einjagen will. Andererseits: seit dem Konzil sind wir (Gottes pilgerndes Volk) bereits mündige Erwachsene geworden.
Viele haben uns gefragt, warum wir gerade über dieses Thema schreiben, da es so viele andere gäbe, warum wir über keine positiven Beispiele berichten. Ich schrieb und schreibe nicht nur darüber. In dieser Serie erschien bereits ein Band, dessen Hauptdarsteller jene Priester sind, die eine Pfarrgemeinde aufbauen, d.h., die aus einer Kirchengemeinde eine wirkliche kirchliche Gemeinschaft formen. Das sind mehrheitlich „positive Beispiele". Ich möchte mich in Zukunft auch noch mit der Vorbe-